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NachfolgerParisian scholasticismGermany

Albert of Saxony

1316 - 1390

Albert von Sachsen ist hier von Bedeutung, nicht weil er der Ursprung eines berühmten Paradoxons war, sondern weil er einer der Männer war, die diese Art von Paradoxon dauerhaft machten. Er gehörte zu der Generation, die die technische Strenge der Pariser Fakultät für Kunst erbte und sie in ein tragbares intellektuelles Instrument umwandelte. Sein Platz in der Geschichte ist weniger der eines einsamen Genies als der eines disziplinierten Überbringers: Er nahm Buridans Analyseweise auf, verfeinerte sie und half, sie in das spätere mittelalterliche Lernen und indirekt in das frühe wissenschaftliche Denken zu übertragen.

Was Albert antrieb, war nicht Neuheit um ihrer selbst willen, sondern ein sehr scholastischer Hunger nach Ordnung. Er arbeitete in einer Welt, die Verwirrung als ein Versagen der Methode betrachtete und glaubte, dass sorgfältige Unterscheidungen die Wahrheit aus scheinbarer Widersprüchlichkeit retten könnten. Diese Denkgewohnheit verlieh ihm Autorität, schränkte ihn jedoch auch ein. Die gleiche Präzision, die seine Argumente nützlich machte, konnte menschliche Komplexität in eine Folge von Kategorien verwandeln. Er betrachtete Bewegung, Kausalität und Wahl als Probleme, die zu analysieren waren, nicht als Erfahrungen, mit denen man mitfühlen sollte. In diesem Sinne hatte sein intellektuelles Leben eine Kälte, obwohl man Kälte nicht mit Gleichgültigkeit verwechseln sollte. Es war eine bewusste Austerität: eine Überzeugung, dass Erklärungen klar sein mussten, auch wenn die Realität es nicht war.

Albert wird oft mit dem wachsenden Einfluss von Buridans Impulstheorie und mit verwandten Versuchen in Verbindung gebracht, Bewegung neu zu denken, ohne sich auf grobe aristotelische Vorlagen zu stützen. Diese Assoziation ist wichtig, weil sie eine größere psychologische Ambition hinter der technischen Prosa offenbart. Diese Gelehrten überarbeiteten nicht nur die Physik; sie plädierten für ein Universum, in dem Wirkungen bestehen bleiben konnten, nachdem ihre ursprünglichen Ursachen verschwunden waren. Das ist eine tief modern anmutende Intuition, aber in Alberts Händen war sie immer noch in einem moralischen und theologischen Universum eingebettet. Die Welt blieb geordnet, doch ihre Ordnung war nicht mehr mechanisch offensichtlich. Man musste sie in den Blick bringen.

Hier zeigt sich die Schattenseite seines Werkes. Wenn Körper durch eine eingeprägte Kraft in Bewegung bleiben können, dann können Wille und Handlung ebenfalls in Bezug auf innere Tendenzen und Widerstände beschrieben werden. Solche Erklärungen könnten Verantwortung erhellen, aber sie könnten sie auch mindern oder zumindest prozeduraler als heroisch gestalten. Albert half, einen Denkstil zu normalisieren, der menschliches Verhalten in analytischen Begriffen lesbar machte. Der Preis war, dass Personen auf Fälle reduziert werden konnten. Der Nutzen war intellektuelle Macht; der Preis war ein dünnerer Wortschatz für gelebte Erfahrung.

Öffentlich steht Albert als Diener akademischer Strenge, als sorgfältiger Übermittler von Lehren, als Figur der Methode statt des Dramas. Privat, wie die Struktur seines Werkes andeutet, war er mit der unbequemen Möglichkeit beschäftigt, dass Kausalität weniger transparent ist, als es die Institutionen gerne hätten. Diese Spannung verleiht seinem Erbe Schärfe. Er ist weniger für eine einzelne Lehre wertvoll als für die Atmosphäre, die er bewahrt: eine Welt, in der Gelehrte feingliedrige Unterscheidungen erwarteten, die schwer erklärende Arbeit leisten konnten, und bereit waren, diese Unterscheidungen sowohl in die Ethik als auch in die Psychologie und Naturphilosophie einfließen zu lassen.

Es gibt eine historische Ironie in Alberts Rolle. Er ist nicht gewöhnlich der Name, an den sich die Leser erinnern, doch ohne Nachfolger wie ihn wäre das konzeptionelle Leben von Buridans Problem kurz gewesen. Ideen überleben nicht nur durch Gründer, sondern auch durch sorgfältige Übermittler, die eine Frage in neue Bereiche ausdehnen. Albert half, diese Arbeit zu leisten, und indem er das tat, stellte er sicher, dass der Esel niemals nur eine Kuriosität war. Er gehörte zu einer breiteren Bewegung, in der Handlung, Bewegung und Kausalität mit beispielloser Genauigkeit neu gefasst wurden, und er half, diese Neufassung dauerhaft zu machen.

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