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NachfolgerAnalytic philosophy of timeUnited Kingdom

D. H. Mellor

1938 - 2020

D. H. Mellor wurde zu einem der klarsten modernen Verteidiger der zeitlosen Zeit und zu einem der elegantesten Gegner der Behauptung, dass die Realität selbst fließt. In Werken wie Real Time und The Facts of Causation argumentierte er, dass philosophisch das Ordnen von Ereignissen und die kausale Struktur, die sie verbindet, von Bedeutung sind, nicht ein objektiv bewegender Jetzt-Moment. Besonders interessiert war er daran, wie unser Sprechen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft analysiert werden kann, ohne uns zu einem metaphysischen Fluss zu verpflichten. Was ihn formidable machte, war nicht nur die Schlussfolgerung, sondern auch das Temperament dahinter: eine Vorliebe für klare Unterscheidungen, für Erklärung über Atmosphäre und für Theorien, die sentimentale Bindungen an das Gefühl, dass die Zeit „bewegt“, abstreifen.

Mellors Bedeutung ist zweifach. Erstens gab er der B-Theorie eine rigorose und zugängliche Verteidigung zu einer Zeit, als die Debatten über die Zeit zunehmend technisch wurden. Zweitens half er zu zeigen, dass man objektive Zeitformen leugnen kann, ohne die Handlungsfähigkeit, das Gedächtnis oder die praktische Realität des zeitlichen Lebens zu leugnen. Sein Ansatz war desillusioniert, aber nicht eliminativistisch. Zeit bleibt real; was verschwindet, ist die Idee, dass das Universum selbst sich durch ein privilegiertes Jetzt nach vorne lehnt. Dieser Schritt offenbart viel über Mellors intellektuelle Charakter. Er schien jede Metaphysik zu misstrauen, die eine menschliche Perspektive einschmuggelte und sie dann mit der Struktur der Welt verwechselte. Sein Schreiben funktioniert oft wie eine Prüfung: Es fragt, was tatsächlich zur Realität hinzugefügt werden muss und was lediglich eine Projektion unserer Denkgewohnheiten ist.

Ein wiederkehrendes Thema bei Mellor ist die erklärende Disziplin. Er wollte, dass Philosophen aufhören, metaphysische Entitäten zu vervielfältigen, um das Gefühl des Flusses einzufangen. Wenn die Asymmetrie von Aufzeichnungen, Ursachen und Entropie erklären kann, warum die Zeit gerichtet erscheint, dann muss der Fluss nicht in die Realität eingebaut werden. Diese Strenge ist Teil seines Reizes. Aber sie markiert auch die emotionale Kosten seiner Philosophie. Mellors Darstellung behandelt die bewegende Gegenwart als etwas, das erklärt werden muss, nicht als etwas, das gefeiert wird; die gelebte Intensität der Temporalität wird bestenfalls zu einem Nebenprodukt einer tieferen Struktur. Für Leser, die möchten, dass die Philosophie das Drama des Werdens bewahrt, kann Mellor fast anklagend erscheinen, als ob er die Welt so lange ins Kreuzverhör nimmt, bis sie gesteht, dass nichts wirklich im metaphysischen Sinne „geschieht“.

Der Widerspruch in Mellors Position besteht darin, dass ihr Erfolg davon abhängt, wie weit man denkt, dass Erklärung gehen kann. Wenn die empfundene bewegende Gegenwart vollständig durch Struktur erklärt wird, dann gewinnt die Illusionstheorie. Wenn nicht, dann behauptet sich das Phänomen erneut. Mellor bleibt wichtig, weil er diesen Druck ohne Übertreibung sichtbar macht und weil sein Werk weiterhin definiert, wie zeitlose Klarheit aussieht, wenn sie in ihrer stärksten Form formuliert wird. Die Kosten seiner Klarheit bestehen darin, dass sie wenig Raum für Trost lässt. Sie gibt den Philosophen ein diszipliniertes Bild der Zeit, fordert sie jedoch auch auf, zu akzeptieren, dass das menschliche Verlangen nach Fluss psychologisch mächtig sein kann, während es ontologisch untätig bleibt.

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