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GesprächspartnerPhysics; philosophical dialogueUnited States / United Kingdom

David Bohm

1917 - 1992

David Bohm war ein theoretischer Physiker, dessen Bedeutung für Krishnamurtis spätere Rezeption nicht aus einer Disziplin heraus, sondern aus einer seltenen intellektuellen Intimität resultierte, die auf Spannung basierte. Geboren 1917 in Wilkes-Barre, Pennsylvania, und ausgebildet in der hohen Ernsthaftigkeit der Physik des zwanzigsten Jahrhunderts, kam Bohm in einer Welt heran, die totale Erklärung zu versprechen schien und dieses Versprechen dann wiederholt verriet. Die Quantenmechanik, mit ihrer beunruhigenden Mehrdeutigkeit, half, sein lebenslanges Misstrauen zu formen, dass die Realität nicht auf ordentliche konzeptionelle Partitionen reduziert werden könne. Dieses Misstrauen war nicht nur philosophisch; es war persönlich. Bohms Karriere war auch von politischem Misstrauen geprägt, insbesondere während der McCarthy-Ära, als er in die Maschinerie des amerikanischen Antikommunismus verwickelt wurde, seine Position an der Princeton University verlor und ins Exil gezwungen wurde. Diese Erfahrung war bedeutend. Sie lehrte ihn, dass Denksysteme und Machtstrukturen sich mit gleicher Leichtigkeit zu Dogmen verhärten können.

Dieser Hintergrund hilft zu erklären, warum Bohm zu Krishnamurti hingezogen wurde. Er suchte nicht nach Trost bei einem spirituellen Lehrer. Er suchte ein diszipliniertes Gespräch über Fragmentierung, Wahrnehmung und die Möglichkeit, dass der beobachtende Geist selbst Teil des Problems sein könnte, das er zu lösen versuchte. Bohms große Stärke als Figur in dieser Geschichte war seine Weigerung, eine der beiden Seiten zu schmeicheln. Er brachte in die Gespräche mit Krishnamurti die Autorität der Wissenschaft, aber auch die Demut eines Mannes, der gesehen hatte, wie wissenschaftliche Sprache zu einem Idol werden kann. Er verstand, dass theoretische Rahmen nicht unschuldige Spiegel der Realität sind; sie können zu eigenen Gefängnissen werden. Das machte ihn für Krishnamurti wertvoll, dessen Kritik des Denkens sonst als anti-intellektuell oder vage mystisch hätte abgetan werden können.

Doch Bohm war nicht einfach ein sympathischer Verstärker von Krishnamurtis Ideen. Seine eigene Arbeit über die implizite Ordnung und über Ganzheit entwickelte sich entlang unterschiedlicher philosophischer Linien, verwurzelt in der Physik und in seinem Bemühen, sich ein Universum vorzustellen, in dem anscheinend getrennte Dinge in eine tiefere Ordnung eingewickelt sind. Er wollte Kohärenz, aber keine Vereinfachung. Er wollte Einheit, aber nicht auf Kosten der Spezifität. Dies führte zu einem aufschlussreichen Widerspruch in seinem Charakter: ein Mann, der sich tief dem Dialog verpflichtet fühlte, sich jedoch schmerzlich bewusst war, dass der Dialog möglicherweise nicht zu einer Lösung führen könnte. Er glaubte, dass das Sprechen selbst verborgene Annahmen offenlegen und die starren Strukturen des Denkens aufweichen könnte, wusste aber auch, dass Einsicht nicht durch Argumentation erzwungen werden konnte.

Die Kosten dieser Haltung waren real. Bohms intellektuelle Unabhängigkeit ließ ihn von orthodoxen Lagern sowohl in der Physik als auch in der Philosophie isoliert zurück, und seine Bereitschaft, sich mit Krishnamurti auseinanderzusetzen, riskierte, als Abkehr von der Wissenschaft missverstanden zu werden, anstatt als ein tieferer Versuch, sie vor ihrer eigenen Blindheit zu schützen. Dennoch war seine Präsenz bedeutend, weil er Krishnamurti für Leser verständlich machte, die sich ihm nicht über die Religion genähert hätten. Er half, Krishnamurtis Kritik von den Rändern der Spiritualität in die zentralen Ängste des modernen Wissens zu verlagern. In diesem Sinne war Bohms Rolle weniger die eines Gläubigen als die eines Zeugen: ein Wissenschaftler, der wusste, dass die Teilungen des Geistes oft am heftigsten von denen verteidigt werden, die von ihnen profitieren, einschließlich des Geistes selbst.

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