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Kritiker/NachfolgerPhilosophy of language; Stanford UniversityUnited States

Donald Davidson

1917 - 2003

Donald Davidson ist hier von Bedeutung, weil seine Arbeiten zur Interpretation und Wahrheit einen weiteren Weg boten, um dem radikalen Skeptizismus zu widerstehen, der sich von Putnams Ansatz unterschied, aber mit ihm in Einklang stand. Davidson argumentierte, dass das Verständnis eines Sprechers erfordere, ein weitgehend wahres, kohärentes Muster in ihren Äußerungen und Überzeugungen zu finden; dies macht es weit schwieriger, einen totalen Irrtum über die Welt zu formulieren, als Skeptiker oft annehmen. In diesem Sinne schloss er sich Putnam an, indem er Bedeutung als untrennbar von der Welt und von gemeinschaftlichen Praktiken der Interpretation betrachtete.

Doch Davidsons philosophische Haltung war nie nur defensiv. Unter der polierten Klarheit seiner Essays lag eine tiefe Ungeduld mit allem, was das Denken gespenstisch, abgeriegelt oder selbstfundierend erscheinen ließ. Er misstraute der Fantasie, dass ein Geist sich von der Welt absondern und dann irgendwie später Worte daran anheften könnte, als ob Interpretation eine optionale Brücke wäre, anstatt die Bedingung, überhaupt eine Welt zu haben. Sein wiederkehrendes Bestehen auf Wohltätigkeit war nicht nur eine methodologische Empfehlung; es war eine moralische und metaphysische Wette. Wenn wir jemanden als Gläubigen oder Sprecher behandeln wollen, müssen wir genügend Kohärenz und Wahrheit in ihrem System annehmen, damit das Projekt der Interpretation beginnen kann. Davidsons anti-skeptische Kraft entspringt diesem Bestehen: Skeptizismus verlangt einen Standpunkt von nirgendwo, während Interpretation eine gemeinsame Umgebung von Objekten, Ursachen und Praktiken erfordert.

Seine zentrale Frage war, wie Interpretation überhaupt möglich ist. Er wies die Idee zurück, dass Sprache in einem privaten inneren Theater verankert ist, und er dachte, dass die Möglichkeit, Überzeugungen zuzuschreiben, von einem erheblichen Maß an Wahrhaftigkeit abhängt. Dies ist relevant für das Vat, da ein radikal getäuschter Subjekt möglicherweise die interpretative Stabilität zu fehlen scheint, die für vollständig artikuliertes Denken erforderlich ist. Davidson verstärkte somit den Verdacht, dass das Bild des Skeptikers übertrieben ist.

Dennoch wiederholte Davidson nicht einfach Putnam. Sein Weg führte über radikale Interpretation und das „Prinzip der Wohltätigkeit“, nicht über eine kausale Theorie der Referenz. Dieser Unterschied ist wichtig. Davidson zeigt, dass der anti-skeptische Impuls verfolgt werden kann, ohne sich auf genau dieselbe Maschinerie wie Putnams zu stützen. Er offenbart auch eine schärfere Spannung im Zentrum seines Denkens: Das gleiche Prinzip, das die Bedeutung aus dem Chaos rettet, droht auch, die Realität des Irrtums zu stumpfen. Wenn Interpretation einen Sprecher größtenteils richtig machen muss, wie viel Raum bleibt dann für echte Selbsttäuschung, Verzerrung oder Wahnsinn? Davidsons Bild gibt dem Philosophen Vertrauen, aber es kann weniger wie eine Darstellung tatsächlicher menschlicher Schwäche klingen als wie eine Rekonstruktion davon in argumentative Ordnung.

Das ist die verborgene Kosten seiner Eleganz. Er spielte nie die Rolle eines öffentlichen Moralisten, aber seine Theorie hat moralische Konsequenzen: Sie fordert die Interpreten auf, anderen großzügig zu begegnen, kann jedoch auch die Misserfolge, Brüche und Asymmetrien verwischen, die echte Gespräche schwierig machen. Indem er versuchte, die Bedeutung vor dem Skeptizismus zu retten, riskierte Davidson, das menschliche Subjekt sauberer erscheinen zu lassen, als es ist. Dennoch liegt die Kraft seines Erbes in dieser strengen Schärfe. Er half, die Philosophie von isolierten cartesianischen Geistern weg und hin zu Wesen zu bewegen, deren Gedanken gegenüber einer gemeinsamen Welt verantwortlich sind, und dabei machte er radikalen Zweifel schwieriger aufrechtzuerhalten, ohne die Interpretation selbst als wundersam erscheinen zu lassen.

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