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Vorläufer/InterlokutorPhilosophy of mind; Australian National UniversityAustralia

Frank Jackson

1943 - Present

Frank Jackson nimmt einen eigenartigen und folgenreichen Platz in der Geschichte des Zombie-Arguments ein: Er hat die philosophischen Zombies nicht erfunden, aber er half, die Bedingungen zu schaffen, unter denen sie intellektuell unvermeidlich erscheinen konnten. Sein bekanntester Beitrag, das Wissensargument, war kein beiläufiges Gedankenexperiment, sondern ein sorgfältig konzipierter Drucktest für den Physikalismus. Jackson wollte wissen, ob ein vollständiges Inventar physikalischer Fakten wirklich die Fakten über das Bewusstsein erschöpfen könnte. Seine Antwort, zumindest eine Zeit lang, war nein. Diese Antwort öffnete eine Bruchlinie, die die Zombie-Debatte später zu einem Canyon erweiterte.

Jacksons Karriere zeigt die Anatomie eines Philosophen, der weniger von Rebellion als von Strenge getrieben ist. Er versuchte nicht, das Publikum mit Science-Fiction zu schockieren. Er fragte, ob ein disziplinierter Materialismus das subjektive Leben ehrlich erklären könnte. Der berühmte Fall von Mary, der in den 1980er Jahren eingeführt wurde, ist der klarste Ausdruck dieses Anliegens. Mary weiß alles, was es über die Physik und Neurowissenschaft der Farbwahrnehmung zu wissen gibt, doch sie hat ihr ganzes Leben in einer schwarz-weißen Umgebung verbracht. Als sie schließlich Rot begegnet, argumentierte Jackson, scheint sie etwas Neues zu erwerben: nicht eine neue Proposition über die Farbwahrnehmung, sondern eine neue Art des Verstehens, ein Begreifen dessen, wie Erfahrung ist. Die Kraft des Beispiels liegt in seiner emotionalen Zurückhaltung. Es verlangt nicht nach Mysterium; es legt stillschweigend eines offen.

Diese Zurückhaltung ist auch Teil von Jacksons psychologischem Profil als öffentlicher Denker. Er präsentierte sich als jemand, der dem Argument folgte, wohin es auch führte, selbst wenn es ihn von den metaphysischen Verpflichtungen wegführte, die er zunächst zu unterstützen schien. Dies ist ein Grund, warum seine Geschichte so aufschlussreich ist. Die klare, analytische Oberfläche des Wissensarguments verbirgt eine tiefere Spannung: Jackson war an erklärender Vollständigkeit interessiert, aber auch an intellektueller Ehrlichkeit. Er war bereit, einen mächtigen Einwand gegen seine eigene Position zuzulassen, wenn der Einwand gerechtfertigt schien. Diese Bereitschaft ist bewundernswert, hat aber auch ihren Preis. Philosophische Klarheit kann auf Kosten des Vertrauens anderer in das, was Erfahrung ist, erkauft werden.

Die Konsequenzen von Jacksons Arbeit waren weitreichender als seine eigene letztendliche Revision der Sichtweise. Für Leser, Studenten und später für Bewusstseinstheoretiker ließ das Mary-Argument die Ich-Erfahrung hartnäckig widerständig gegenüber der Dritt-Person-Beschreibung erscheinen. Es nährte den Verdacht, dass der Physikalismus, so elegant er auch sein mag, etwas auslassen könnte. Dieser Verdacht blieb nicht einfach innerhalb von Philosophie-Seminaren. Er half, die breitere moderne Faszination für das „harte Problem“ des Bewusstseins zu formen und verlieh dem Zombie-Argument eine respektable Abstammung. Wenn Mary alle physikalischen Fakten wissen kann und dennoch etwas lernt, als sie Rot sieht, dann könnte vielleicht ein Wesen unsere gesamte physikalische Zusammensetzung teilen und dennoch überhaupt keine Erfahrung haben.

Doch Jacksons spätere Umkehrung ist Teil der Biografie und Teil der Wunde. Er kam zu der Überzeugung, dass das Wissensargument den Physikalismus letztlich nicht besiegt hat. Dieser Schritt kann als philosophische Reife gelesen werden, aber auch als Rückzug von den beunruhigenden Implikationen seiner eigenen Einsicht. Öffentlich hatte er die Kluft zwischen objektiver Beschreibung und gelebter Erfahrung aufgedeckt; in der Revision versuchte er, sie wieder zu schließen. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlich lehrreicher Widerspruch. Jackson wurde unverzichtbar, gerade weil er zunächst der anti-physikalistischen Argumentation ihre eleganteste Form gab und dann zeigte, wie schwierig es ist, mit der Schlussfolgerung zu leben. Sein Erbe ist daher keine festgelegte Doktrin, sondern eine dauerhafte Störung: Er ließ das Bewusstsein wie ein Problem erscheinen, das nicht abgetan, sondern nur verwaltet werden kann.

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