The Philosophy ArchiveThe Philosophy Archive
Back to Das harte Problem des Bewusstseins
Kritiker/InterpreterPhilosophy of mind; Open UniversityUnited Kingdom

Keith Frankish

1966 - Present

Keith Frankish ist eine der klarsten zeitgenössischen Stimmen gegen die metaphysische Ernsthaftigkeit des harten Problems, und seine Rolle in der Philosophie wird am besten als ein nachhaltiger Versuch verstanden, eine weit verbreitete Illusion über den Geist selbst zu zerlegen. In Verbindung mit dem Illusionismus argumentiert er, dass viele der angeblich irreduziblen Merkmale des Bewusstseins Produkte kognitiver und introspektiver Fehlrepräsentation sind. Wir denken, es gebe einen besonderen phänomenalen Glanz, weil unsere Gedanken ein kraftvolles, aber irreführendes Selbstmodell erzeugen. In Frankishs Darstellung ist das Gefühl, Zugang zu etwas Privatem, Intrinsischem und Unaussprechlichem zu haben, nicht die Entdeckung einer tieferen ontologischen Schicht; es ist ein Buchhaltungsfehler des Geistes, ein Fehltritt in der Art und Weise, wie Erfahrung uns repräsentiert wird.

Diese Position offenbart ein bestimmtes philosophisches Temperament. Frankish verhält sich nicht wie ein Ikonoklast, der die Zerstörung um ihrer selbst willen genießt. Er liest vielmehr wie jemand, der versucht, Disziplin in ein Feld zurückzubringen, das er als durch konzeptionellen Glamour aufgebläht ansieht. Seine Ziele sind nicht die Erfahrung selbst, sondern die Geschichten, die wir über die Erfahrung erzählen, wenn Introspektion so behandelt wird, als wäre sie ein transparentes Tribunal. Der psychologische Motor hinter der Arbeit scheint klar: eine Vorliebe für erklärende Austerität, für Theorien, die kein Geheimnis in die Möbel der Welt schleusen. In diesem Sinne ist der Illusionismus keine Ablehnung des Bewusstseins, sondern eine Weigerung, das Bewusstsein zu metaphysischem Erpressung zu machen.

Seine Bedeutung liegt darin, die erklärende Herausforderung ernst zu nehmen und gleichzeitig ihre übliche Schlussfolgerung abzulehnen. Frankish sagt nicht, dass Bewusstsein trivial ist; er sagt, das Geheimnis wird teilweise durch die Begriffe hergestellt, in denen wir uns selbst beschreiben. Dies ermöglicht es ihm, ein naturalistisches Bild zu bewahren, ohne das harte Problem in der üblichen Formulierung zuzugestehen. Die Kosten dieses Schrittes sind auch die Quelle seiner intellektuellen Kraft. Wenn die empfundene Lebhaftigkeit der Erfahrung eine Illusion ist, dann muss die Theorie erklären, warum diese Illusion so hartnäckig, so überzeugend und so eng mit unserem gewöhnlichen Gefühl von Personsein verbunden ist. Der Illusionismus fordert die Philosophen daher auf, etwas Schwieriges zu tun: die Gewissheit der ersten Person als Daten zu behandeln, aber nicht als Offenbarung.

Frankishs Arbeit hat ihn auch zu einer Art Bruchlinie innerhalb der zeitgenössischen Philosophie des Geistes gemacht. Er hat dazu beigetragen, die Trennung zwischen Denkern zu schärfen, die glauben, dass das Bewusstsein einen echten metaphysischen Rest präsentiert, und denen, die denken, der Rest werde von einem verwirrten erklärenden Rahmen produziert. Für Gegner lässt ihn das wie einen Deflationisten erscheinen, der bereit ist, das Problem aus der Existenz zu reden. Für Unterstützer macht es ihn zu einem notwendigen Korrektiv einer Literatur, die verbale Tiefe mit ontologischer Tiefe verwechseln kann. So oder so muss die Debatte ihn jetzt berücksichtigen.

Der Widerspruch im Zentrum seiner Position ist offensichtlich, aber produktiv: Wenn Bewusstsein illusorisch ist, wie genau sieht dann die Illusion aus? Frankishs Antwort ist, dass die Illusion nicht auf die geheimnisvolle Weise geheimnisvoll sein muss, wie sie Geheimnis darstellt. Was erklärt werden muss, ist nicht ein verborgenes inneres Licht, sondern ein repräsentationales System, das uns glauben lässt, wir hätten eines. Diese Antwort ist elegant, aber sie hat Konsequenzen. Sie kann dazu führen, dass gewöhnliche Intuitionen ihrer Würde beraubt erscheinen, als ob die tiefsten Fakten des privaten Lebens in der Sprache des Fehlers neu beschrieben worden wären. Doch die alternative Kosten sind ebenfalls real: Wenn seine Kritiker recht haben, dann riskiert der Illusionismus, zu unterzählen, was Menschen zu erklären versuchen, wenn sie darauf bestehen, dass Bewusstsein mehr ist als Funktion und Bericht. Frankish ist gerade deshalb unverzichtbar geworden, weil er beide Seiten zwingt, den Preis ihrer Verpflichtungen zu zahlen.

Philosophies