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KritikerAnalytic philosophy; philosophy of languageUnited Kingdom

Michael Dummett

1925 - 2011

Die Bedeutung von Michael Dummett für die Twin Earth-Debatte liegt in seiner Behauptung, dass Bedeutung nicht verstanden werden kann, ohne zu fragen, was ein kompetenter Sprecher tatsächlich in der Lage ist zu wissen. Er war nicht in jeder Hinsicht ein einfacher Internalist, und er reduzierte Sprache nicht auf private Empfindungen oder Introspektion. Doch er vertrat wiederholt eine strengere Behauptung: Semantik muss an Assertierbarkeit, Gebrauch und die gelebte Fähigkeit, eine Regel zu erfassen, gebunden sein. Aus dieser Perspektive könnte Putnams Externalismus weniger wie ein Durchbruch als vielmehr wie eine philosophische Evakuierung des Verstehens erscheinen.

Was Dummett antrieb, war nicht nur technische Unzufriedenheit mit einer Theorie der Referenz. Er war von einer tieferen Angst über die Bedingungen der Verständlichkeit bewegt. Für ihn war die zentrale Frage immer, was es für einen Sprecher bedeutet, überhaupt eine Sprache zu kennen. Eine Theorie, die Bedeutung zu weit außerhalb der kognitiven Reichweite der Sprecher verortet, mag elegant und sogar wissenschaftlich respektabel erscheinen, doch sie läuft Gefahr, psychologisch leer zu werden. Dummetts Kritik an Putnam hatte daher sowohl eine moralische als auch eine philosophische Dimension: Wenn Sprache eine normgesteuerte menschliche Praxis ist, dann muss Bedeutung den Fähigkeiten tatsächlicher Nutzer Rechnung tragen, nicht nur den verborgenen Umweltfakten.

Dies hilft, den charakteristischen Charakter von Dummetts öffentlicher Persona zu erklären. Er trat oft als der nüchterne Architekt einer rigorosen Theorie der Bedeutung auf, ein Philosoph, der sich um Präzision und nicht um Drama kümmerte. Doch hinter dieser Zurückhaltung verbarg sich ein kompromissloses Temperament. Er misstraute jeder Darstellung, die das Verstehen passiv erscheinen ließ, als ob Sprecher lediglich Referenz von der Welt erben, ohne an ihrer Konstitution durch Beherrschung teilzuhaben. Sein Schwerpunkt auf Assertierbarkeitsbedingungen und verifikationistischen Themen spiegelte die Überzeugung wider, dass Denken an mögliche Rechtfertigung gebunden sein muss, nicht nur an metaphysische Beziehungen.

Diese Überzeugung hatte ihren Preis. Indem er betonte, was Sprecher erkennen können, riskierte Dummett, die Welt der Bedeutung auf den Horizont verfügbarer Beweise zu verkleinern, und Kritiker haben lange argumentiert, dass dies ein übermäßig enges Bild von Sprache einlädt. Der Preis für den Schutz des Verstehens könnte darin bestehen, wie oft wir mehr meinen, als wir explizit artikulieren können, zu unterspielen. Dennoch war seine Position keine einfache Ablehnung der äußeren Realität; sie war ein Versuch, die Möglichkeit eines gemeinsamen Verständnisses gegen Theorien zu verteidigen, die schienen, den Inhalt von Faktoren abhängig zu machen, die dem Subjekt nicht zugänglich sind.

Die psychologische Spannung in Dummetts Werk ist genau diese: Er wollte Objektivität ohne Entfremdung. Er wollte, dass Sprache öffentlich, aber nicht fremd; normativ, aber nicht jenseits menschlicher Reichweite ist. In dieser Hinsicht war sein Einwand gegen Putnam auch selbstschützend. Er bewahrte eine Vision der Philosophie, in der rationale Akteure weiterhin die Standards erkennen können, die ihre Worte regeln. Der Preis dieser Vision war eine anhaltende Konfrontation mit der Möglichkeit, dass Bedeutung die Beherrschung übersteigen könnte. Der Nutzen war ebenso beständig: Dummett zwang die Sprachphilosophie dazu, das Verstehen nicht als dekorativen Nachgedanken, sondern als die zentrale Tatsache zu behandeln, die einer Erklärung bedarf.

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