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School or Movement

Neo-Konfuzianismus

Neo-Konfuzianismus war der kühne Versuch zu zeigen, dass moralische Selbstkultivierung, kosmische Ordnung und politische Autorität zu einer und derselben Struktur der Realität gehören. Er machte die Ethik metaphysisch — und stellte dann die Frage, welcher Art von Geist es möglich sein könnte, diesem Anspruch gerecht zu werden.

1001 – 1700Asia
Neo-Konfuzianismus

Quick Facts

Period
1001 – 1700
Region
Asia
Key Figures
Lu Jiuyuan, Wang Yangming, Yi Hwang +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Die Geburt von Zhou Dunyi

**1017** — Zhou Dunyi wird im heutigen Hunan geboren, und die spätere Tradition wird ihn als einen grundlegenden Vorläufer der neo-konfuzianischen Kosmologie betrachten. Seine Bedeutung resultiert weniger aus der Gründung einer Schule als vielmehr aus der Art und Weise, wie spätere Denker seine Schriften als den Beginn einer neuen Synthese appropriieren.

Die Geburt von Zhang Zai

**1020** — Zhang Zai wird in die Welt der Nördlichen Song-Dynastie geboren, die die ersten bedeutenden Versuche zur Wiederbelebung der konfuzianischen Metaphysik hervorbringen wird. Sein späteres Denken über qi und geteilte Verkörperung wird zentral für die moralische Kosmologie der Bewegung.

Tod von Zhou Dunyi

**1073** — Zhou Dunyi stirbt und hinterlässt Werke, die später von den Neo-Konfuzianern als proto-systematische Darstellungen der kosmischen Ordnung gelesen werden. Sein Einfluss wächst besonders im Rückblick, vor allem durch die Kanonisierung von Zhu Xi.

Geburt von Zhu Xi

**1130** — Zhu Xi wird in Fujian geboren und wird der zentrale Synthesizer des Neokonfuzianismus. Seine späteren Kommentare und Unterscheidungen zwischen li und qi verleihen der Bewegung ihre klassische Gestalt.

Zhu Xis Lehrplan der Vier Bücher nimmt Gestalt an

**1190** — Bis zum späten Süden Song werden Zhu Xis Kommentare und Lehrprioritäten autoritativ im akademischen Leben. Die Neuausrichtung der Vier Bücher verwandelt die neo-konfuzianische Moralphilosophie in den zentralen Weg für gebildetes Studium.

Der Tod von Lu Jiuyuan

**1193** — Lu Jiuyuan stirbt, nachdem er dem Neo-Konfuzianismus durch die Behauptung, dass der Geist selbst das Prinzip ist, eine kraftvolle innere Wendung gegeben hat. Seine Kritik an übermäßiger äußerer Suche bleibt eine lebendige Bruchlinie in der Tradition.

Der Tod von Zhu Xi

**1200** — Zhu Xi stirbt, aber seine Kommentierungstradition überlebt und expandiert weit über seine Lebenszeit hinaus. Seine Synthese wird zum dominierenden Idiom für die spätere Prüfungskultur und das ostasiatische konfuzianische Lernen.

Die Geburt von Wang Yangming

**1472** — Wang Yangming wird in die Ming-Dynastie geboren, wo die neo-konfuzianische Orthodoxie durch eine radikalere Theorie von Geist und Handlung neu gestaltet wird. Seine spätere Lehre von liangzhi verleiht der Bewegung ihre bekannteste inwardistische Form.

Der Tod von Wang Yangming

**1529** — Wang Yangming stirbt, nachdem er eine Philosophie der Einheit von Wissen und Handeln entwickelt hat, die die Debatten des späten Kaiserreichs im Konfuzianismus umgestaltet. Sein Einfluss breitet sich weit unter Gelehrten aus, die eine unmittelbare moralische Psychologie suchen.

Geburt von Yi Hwang

**1501** — Yi Hwang wird im Joseon-Korea geboren und wird einer der subtilsten Interpreten der Tradition. Sein Werk zeigt, wie der Neokonfuzianismus in Korea in eine tiefgründige philosophische und politische Kultur transformiert wurde.

Tod von Yi Hwang

**1570** — Yi Hwang stirbt, nachdem er ein Werk hinterlässt, das die koreanischen Diskussionen über Prinzipien, Emotionen und Selbstkultivierung geprägt hat. Sein Einfluss bleibt in der ostasiatischen Philosophie als ein Modell rigoroser moralischer Untersuchung bestehen.

Neue konfuzianische Wiederbelebungen interpretieren die Tradition neu.

**20th century** — Moderne chinesische und ausländische Gelehrte setzen sich im Angesicht der westlichen Philosophie, des Nationalismus und der Modernisierung erneut mit dem Neo-Konfuzianismus auseinander. Die Bewegung wird als lebendige Ressource für Ethik, Metaphysik und kulturelle Identität neu interpretiert, anstatt als bloßes Relikt der Prüfungsorthodoxie.

Sources

  • secondary_scholarship
    The Spirit of Chinese Philosophy

    Fung Yu-lan's classic survey; useful for broad historical framing, though dated in places.

  • primary_text
    A Source Book in Chinese Philosophy

    Wing-tsit Chan's influential translation collection, including major Neo-Confucian texts and selections.

  • encyclopedia
    The Stanford Encyclopedia of Philosophy: Neo-Confucianism

    Reliable overview of the major thinkers, doctrines, and historical development.

  • encyclopedia
    The Internet Encyclopedia of Philosophy: Neo-Confucianism

    Concise and accessible summary of the movement and its central figures.

  • primary_text
    The Complete Works of Zhu Xi

    Essential source for Zhu Xi's philosophical system, commentaries, and educational program.

  • primary_text
    Learning to Be a Sage: Selections from the Conversations of Master Chu, Arranged Topically

    A standard English translation of Zhu Xi's thought in conversational and practical form.

  • primary_text
    Instructions for Practical Living and Other Neo-Confucian Writings by Wang Yang-ming

    Key English translation for Wang Yangming's doctrine of liangzhi and the unity of knowledge and action.

  • secondary_scholarship
    Neo-Confucian Terms Explained: Learning to Be a Sage in Neo-Confucian China

    Daniel K. Gardner's study of Neo-Confucian conceptual vocabulary and pedagogy.

  • secondary_scholarship
    Confucian Reflections: Ancient and Modern

    Tu Weiming's essays on Confucian humanism and modern reinterpretation.

  • secondary_scholarship
    The Sage and the Second Sex: Confucianism, Ethics, and Gender

    Scholarship useful for understanding tensions between Neo-Confucian ethics and social hierarchy.

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