René Descartes
René Descartes begann nicht damit, nach Gewissheit zu suchen; er begann damit, zu entdecken, wie leicht der Verstand getäuscht werden kann, und fragte dann, was, wenn überhaupt, übrig bleibt, wenn jeder entliehene Glaube weggenommen wird.

Quick Facts
- Period
- 1596 – 1650
- Region
- Europe
- Key Figures
- Antoine Arnauld, Baruch Spinoza, Gottfried Wilhelm Leibniz +3 more
Key Figures
Antoine Arnauld
Critic
Jansenism; Port-RoyalAntoine Arnauld war nicht nur ein Theologe im Umfeld von Port-Royal; er war einer der Hauptmotoren der Bewegung, ein Man...
Baruch Spinoza
Successor
Dutch philosophy; rationalismSpinoza ist eine der seltenen Figuren der Philosophie, deren Leben und Lehre einander zu spiegeln scheinen: disziplinier...
Gottfried Wilhelm Leibniz
Successor
Early modern rationalism; German philosophyGottfried Wilhelm Leibniz nimmt einen ungewöhnlichen und aufschlussreichen Platz in der Geschichte des Dualismus ein. Er...
Princess Elisabeth of Bohemia
Interlocutor
European court intellectual culture; correspondence with DescartesDie Prinzessin Elisabeth von Böhmen wurde im Exil geboren und im Schatten dynastischer Politik erzogen, und dieser Urspr...
René Descartes
Originator
French philosophy; early modern rationalismRené Descartes ist der große nahe Vorfahr, gegen den sich Spinozas System formt, aber ihn lediglich als Vorgänger zu bet...
Thomas Hobbes
Critic
Early modern philosophy; materialism and political theoryThomas Hobbes ist einer der großen Architekten der modernen politischen Angst: ein Denker, der auf die Menschen schaute ...
The Story
This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.
Die Welt, die es erschuf
René Descartes wurde 1596 in ein Europa geboren, das mit gewisser Gewalt gelernt hatte, seinen eigenen überlieferten Autoritäten zu misstrauen. Die Universitäte...
Die zentrale Idee
Das Herz von Descartes’ Projekt wird oft in einem Satz zusammengefasst, doch dieser Satz muss langsam entfaltet werden: Wenn man der Zustimmung zu allem, was be...
Das System
Sobald das Cogito gesichert ist, kann Descartes nicht dort stehenbleiben. Ein Selbst, das lediglich weiß, dass es existiert, wäre philosophisch einsam, aber unv...
Spannungen & Kritiken
Die erste Kritik an Descartes ist fast in das System selbst eingebaut: Wenn das Ich in Isolation beginnt, wie kann es jemals entkommen? Das Cogito gibt Gewisshe...
Vermächtnis & Echos
Descartes’ Erbe beginnt mit der Tatsache, dass die Philosophie nach ihm nicht um das Problem des Subjekts herumkam. Selbst als spätere Denker seine Antworten zu...
Timeline
Geburt von René Descartes
**1596-03-31** — René Descartes wurde in La Haye en Touraine, im zentralen Frankreich, geboren. Seine spätere Philosophie würde von den intellektuellen Spannungen einer Epoche geprägt sein, die sowohl Glauben als auch Methode, Tradition und Innovation verlangte.
Beginnt die Jesuitenbildung in La Flèche
**1606** — Descartes trat in das Collège Royal Henry-Le-Grand in La Flèche ein, wo er eine strenge jesuitische Ausbildung erhielt. Der scholastische Lehrplan verschaffte ihm die Beherrschung der Tradition, die er später von innen heraus neu gestalten würde.
Trifft Isaac Beeckman
**1618** — In der niederländischen Republik traf Descartes auf Isaac Beeckman, der seine mathematischen und mechanischen Interessen förderte. Diese Begegnung half ihm, sich einer neuen Art von Naturphilosophie zuzuwenden, die auf quantitativer Argumentation basierte.
Der intellektuelle Durchbruch, der traditionell mit seinen Träumen verbunden ist
**1619** — Descartes beschrieb später eine eindrucksvolle Folge von Träumen und Reflexionen, die ihn von einer einheitlichen wissenschaftlichen Methode überzeugten. Dieses Ereignis wurde Teil der Mythologie der kartesianischen Gewissheit, obwohl Wissenschaftler es vorsichtig als biografischen Beweis behandeln.
Veröffentlichung des Discours de la méthode
**1637** — Descartes veröffentlichte den Discours de la méthode, zusammen mit Essays über Optik, Geometrie und Meteorologie. Das Werk stellte seine vier Regeln der Methode vor und zeigte das Ideal klaren, ordentlichen Denkens.
Veröffentlichung der Geometrie
**1637** — Die Geometrie, die dem Diskurs angefügt ist, demonstrierte eine kraftvolle algebraische Behandlung geometrischer Probleme. Sie wurde zu einem der Schlüsseltexte in der Mathematizierung der Naturphilosophie.
Veröffentlichung der Meditationen über die Erste Philosophie
**1641** — Die Meditationen legen den methodischen Zweifel, das Cogito, die Beweise für Gott und die Unterscheidung zwischen Geist und Körper dar. Sie wurden zur zentralen Aussage der kartesianischen Epistemologie und Metaphysik.
Einwände und Antworten erscheinen
**1641** — Eine Sammlung von Einwänden führender Kritiker, darunter Arnauld und Hobbes, wurde zusammen mit Descartes' Antworten veröffentlicht. Der Austausch offenbarte die tiefsten Verwundbarkeiten des neuen Systems und verfeinerte dessen Ansprüche.
Veröffentlichung der Passions de l'âme
**1649** — In diesem späten Werk bietet Descartes eine Psychologie der Emotion, der körperlichen Bewegung und der Einheit von Geist und Körper an. Es zeigt, wie weit sein Projekt über den abstrakten Zweifel hinaus in die gelebte menschliche Erfahrung reichte.
Züge nach Schweden
**1649** — Descartes ging auf Einladung von Königin Christina nach Stockholm. Dieser Umzug versetzte ihn in eine neue höfische und klimatische Umgebung, weit entfernt von der Republik der Vereinigten Niederlande, in der ein Großteil seines reifen Werkes entstanden war.
Tod von Descartes
**1650-02-11** — Descartes starb 1650 in Stockholm. Sein Tod beendete nicht den Cartesianismus; er markierte den Beginn seiner Transformation in eines der prägenden Projekte der modernen Philosophie.
Der Cartesianismus wird zu einer europäischen Kontroverse
**1680** — Bis zum späten siebzehnten Jahrhundert hatten sich Descartes' Ideen durch Philosophie, Wissenschaft und Theologie verbreitet, was sowohl Entwicklung als auch Widerstand hervorrief. Sein Werk wurde zum Hintergrund, vor dem sich Rationalisten, Empiristen und Kritiker definierten.
Sources
- primary_textDescartes, René. Meditations on First Philosophy, trans. John Cottingham, in The Philosophical Writings of Descartes, Vol. II.
Standard scholarly translation of the Meditations and related texts.
- primary_textDescartes, René. Discourse on Method and Related Writings, trans. Desmond M. Clarke.
Accessible translation of the Discourse and companion pieces.
- primary_textDescartes, René. The Philosophical Writings of Descartes, Vol. I, trans. John Cottingham, Robert Stoothoff, and Dugald Murdoch.
Includes Rules for the Direction of the Mind and early writings.
- referenceStanford Encyclopedia of Philosophy: René Descartes
Authoritative overview of Descartes’s philosophy and scholarship.
- referenceInternet Encyclopedia of Philosophy: René Descartes
Clear summary of Descartes’s life, method, and major arguments.
- scholarly_bookGarber, Daniel. Descartes’ Metaphysical Physics.
Classic study of Descartes’s natural philosophy and metaphysics.
- scholarly_bookCurley, Edwin. Descartes Against the Skeptics.
Important account of the Meditations and Cartesian skepticism.
- scholarly_bookHatfield, Gary. Descartes and the Meditations.
Accessible and reliable interpretation of the Meditations.
- scholarly_bookRozemond, Marleen. Descartes’s Dualism.
Detailed study of the mind-body distinction and its problems.
- referenceHatfield, Gary. "Descartes." In The Stanford Encyclopedia of Philosophy, revised edition.
Authoritative scholarly reference.
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