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NachfolgerHarvard psychology and moral neuroscienceUnited States

Joshua Greene

1974 - Present

Joshua Greene brachte Trolley-Fälle aus dem Seminarraum ins Labor. Seine Arbeit in der moralischen Psychologie, insbesondere in den frühen 2000er Jahren, machte Trolley-Dilemmata zentral für Experimente zu Urteil, Emotion und kognitiver Kontrolle. Er erfand das philosophische Rätsel nicht, aber er erweiterte dessen Reichweite, indem er vorschlug, dass der Unterschied zwischen dem Umschalten und dem Drücken möglicherweise offenbart, wie das Gehirn selbst moralische Konflikte verhandelt.

Greenes zentrale Frage ist sowohl empirisch als auch philosophisch: Warum beurteilen Menschen einige schadensbasierte Trade-offs auf eine Weise und strukturell ähnliche Trade-offs auf eine andere? Sein einflussreicher "Dual-Process"-Ansatz schlägt vor, dass bestimmte Urteile von schnellen emotionalen Reaktionen getrieben werden, während andere mehr auf überlegtem Denken basieren. Trolley-Fälle sind ideal für dieses Rahmenwerk, da sie zuverlässig intuitive Reaktionen spalten. Der Umschaltfall fühlt sich oft als zulässig an; der Drückfall oft nicht.

Die Bedeutung von Greenes Arbeit liegt in der Übersetzung eines Gedankenexperiments in ein Forschungsprogramm. Die moralische Philosophie hatte lange Fälle verwendet, um Theorien zu prüfen; Greene zeigte, dass dieselben Fälle die Psychologie moralischer Konflikte erhellen können. Sein breiteres Projekt, das in Arbeiten wie Moral Tribes kulminiert, legt nahe, dass unsere moralischen Systeme für kleine Gruppen entwickelt wurden und nun unter modernem Pluralismus leiden. Das Trolley-Problem wird in seinen Händen zu einem Hinweis darauf, warum Moral in großen Gesellschaften schwierig ist.

Doch Greene ist auch eine umstrittene Figur. Kritiker befürchten, dass er zu schnell von beschreibender Psychologie zu normativen Schlussfolgerungen übergeht. Wenn ein Urteil emotional ist, folgt daraus nicht, dass es irrational ist; wenn es überlegt ist, folgt daraus nicht, dass es korrekt ist. Er ist am stärksten, wenn er seine Arbeit als erklärend präsentiert, anstatt als universelle Widerlegung der Deontologie.

Seine Widersprüchlichkeit ist produktiv: Greene ist ein philosophiefreundlicher Empiriker, der dennoch die Leser dazu verleitet, zu denken, dass die Neurowissenschaften die Ethik klären können. Das Trolley-Problem bleibt eine nützliche Korrektur für diese Versuchung. Es erinnert uns daran, dass zu lernen, wie Menschen urteilen, nicht dasselbe ist wie zu lernen, wie sie urteilen sollten.

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