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Concept or Thought Experiment

Trolley-Problem

Das Trolley-Problem ist eine moralische Maschine im Miniaturformat: ein Gedankenexperiment im Bahnhofsbereich, das uns zwingt zu fragen, ob es schlimmer ist, durch eigenes Handeln Schaden zuzufügen, als denselben Schaden durch eine Regel geschehen zu lassen.

1967 – 1967Americas
Trolley-Problem

Quick Facts

Period
1967 – 1967
Region
Americas
Key Figures
Diana T. Meyers, Joshua Greene, Judith Jarvis Thomson +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von Philippa Foot

**1920** — Philippa Foot wurde in London geboren und trat in die philosophische Welt ein, die später den ursprünglichen Druck hinter dem Trolley-Problem hervorbringen sollte. Ihr späteres Werk stellte die Dominanz einfachen konsequentialistischen Denkens in der Moralphilosophie in Frage.

Foot veröffentlicht den Aufsatz über die doppelte Wirkung

**1967** — Philippa Foot veröffentlichte "Das Problem der Abtreibung und die Lehre von der doppelten Wirkung." Der Aufsatz verwendete Fälle, die Rettung und unbeabsichtigten Schaden betreffen, um den moralischen Unterschied zwischen Töten und Sterbenlassen zu untersuchen und legte damit das Fundament für das Trolley-Problem.

Thomson formuliert das Trolley-Problem

**1976** — Judith Jarvis Thomson veröffentlichte "Killing, Letting Die, and the Trolley Problem." Sie gab dem Szenario des außer Kontrolle geratenen Trolleys seine kanonische Struktur und machte es zu einem zentralen Prüfstein in der analytischen Ethik.

Thomsons diskussionsbasierte Rechte erweitern

**1985** — Thomsons spätere Arbeiten zu Rechten und Erlaubnissen trugen dazu bei, die philosophische Verwendung von Trolley-Fällen zu vertiefen. Das Problem wurde nicht nur mit der Maximierung von Ergebnissen, sondern auch mit Fragen darüber, was mit Personen getan werden darf, verknüpft.

Trolley-Fälle treten in eine breitere ethische Pädagogik ein

**1990** — In den 1990er Jahren waren Trolley-Varianten zu Standardwerkzeugen in Ethik-Kursen geworden. Philosophen nutzten sie, um Unterschiede zwischen Handlung und Unterlassung, Absicht und Vorausschauen sowie Rechten und Konsequenzen zu untersuchen.

Joshua Greene beginnt einflussreiche Forschung zur Trolley-Problematik.

**2001** — Joshua Greene und seine Mitarbeiter begannen eine Reihe von Studien, die Trolley-Dilemmata verwendeten, um moralische Urteile zu untersuchen. Diese Studien trugen dazu bei, normative Ethik mit Kognitionswissenschaft und Neurowissenschaft zu verbinden.

Neuroimaging und Diskussion über duale Prozesse

**2004** — Greenes Arbeit zu moralischen Dilemmata und Gehirnaktivität machte Trolley-Fälle zentral für die Debatten über die emotionalen und deliberativen Komponenten des ethischen Urteils. Das Gedankenexperiment diente nun als Brücke zwischen Philosophie und Neurowissenschaft.

Die Kritik der moralischen Psychologie intensiviert sich

**2007** — Kritiker begannen zu argumentieren, dass Trolley-Experimente zu künstlich seien, um starke Schlussfolgerungen über die Ethik zu ziehen. Debatten über Framing-Effekte, kulturelle Variationen und die Grenzen von Labor-Dilemmata wurden prominenter.

Die Ethik autonomer Fahrzeuge popularisiert Trolley-Analogien.

**2013** — Die öffentliche Debatte über selbstfahrende Autos belebt trolleyartige Fragen zu programmierten Abwägungen. Das Problem wurde zunehmend genutzt, um über Maschinenethik, Notfallplanung und algorithmische Entscheidungsfindung zu diskutieren.

Moral Tribes erweitert die öffentliche Reichweite des Rätsels.

**2014** — Joshua Greenes Moral Tribes brachte das Trolley-Denken in eine breite öffentliche Debatte über Kooperation, Konflikt und das moderne moralische Leben. Der Fall wurde zu einem Zugang zu größeren Fragen über Pluralismus und soziale Koordination.

Tod von Judith Jarvis Thomson

**2020** — Judith Jarvis Thomson starb, nachdem sie das Trolley-Problem in ein dauerhaftes philosophisches Instrument umgestaltet hatte. Ihr Werk prägte weiterhin, wie Philosophen über Rechte, Rettung und zulässigen Schaden nachdenken.

Das Trolley-Problem bleibt ein standardmäßiger Bezugspunkt.

**2024** — In der zeitgenössischen Philosophie, der Kognitionswissenschaft und der KI-Ethische bleibt der Trolley-artige Fall ein standardmäßiger Bezugspunkt für moralische Abwägungen. Das Problem besteht weiterhin, weil es die ungelösten Spannungen zwischen Ergebnis, Handlung und Einschränkung offenbart.

Sources

  • primary_text
    Philippa Foot, "The Problem of Abortion and the Doctrine of the Double Effect"

    Original 1967 essay that helped generate the trolley problem.

  • primary_text
    Judith Jarvis Thomson, "Killing, Letting Die, and the Trolley Problem"

    Canonical formulation of the trolley problem in analytic ethics.

  • primary_text
    Judith Jarvis Thomson, The Realm of Rights

    Key collection for Thomson's rights-based moral philosophy.

  • encyclopedia_entry
    Stanford Encyclopedia of Philosophy, "The Doctrine of Double Effect"

    Useful scholarly overview of the background problem in moral philosophy.

  • encyclopedia_entry
    Stanford Encyclopedia of Philosophy, "Philippa Foot"

    Authoritative account of Foot's ethical work and intellectual context.

  • encyclopedia_entry
    Stanford Encyclopedia of Philosophy, "Judith Jarvis Thomson"

    Standard reference on Thomson's moral philosophy and trolley variants.

  • scholarly_book
    Joshua Greene, Moral Tribes: Emotion, Reason, and the Gap Between Us and Them

    Influential account connecting trolley dilemmas to moral psychology and social conflict.

  • scholarly_article
    Joshua D. Greene et al., "An fMRI Investigation of Emotional Engagement in Moral Judgment"

    Seminal neuroscience study using trolley-style dilemmas.

  • scholarly_book
    Peter Unger, Living High and Letting Die

    Important critique of intuitive moral distinctions between doing and allowing.

  • encyclopedia_entry
    Internet Encyclopedia of Philosophy, "Trolley Problem"

    Clear scholarly overview of the problem, its variants, and major debates.

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