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BefürworterLiterary Theory; Media StudiesUnited States

N. Katherine Hayles

1943 - Present

N. Katherine Hayles gab dem Posthumanismus eine der diszipliniertesten und einflussreichsten Formulierungen, indem sie zeigte, wie eine Kultur von der Verkörperung in die Abstraktion abdriften kann, ohne zu bemerken, was sie verloren hat. Ihre zentrale Frage ist trügerisch einfach: Was geschieht mit dem menschlichen Subjekt, wenn Information das privilegierte Modell der Realität wird? In ihrer Antwort verfolgte sie den konzeptionellen Wandel, der den Geist als vom Körper abtrennbar erscheinen ließ und das Muster wichtiger als das Fleisch erscheinen ließ.

How We Became Posthuman ist kein Pamphlet gegen Technologie. Es ist ein Argument über die Metaphysik, die in technischen Träumen verborgen ist. Hayles bemerkte, dass bestimmte Stränge der Kybernetik und der Informatik Informationen so behandelten, als könnten sie von den materiellen Trägern, in denen sie erscheinen, getrennt werden. Dieser Schritt, argumentierte sie, fördert eine Fantasie von entkörperter Intelligenz. Ihre Antwort war nicht, ein altes menschliches Wesen zu verteidigen, sondern darauf zu bestehen, dass Kognition immer verkörpert, situativ und ökologisch verwoben ist.

Diese Beh insistence ist wichtig, weil sie den Posthumanismus von der Transzendenz weg und hin zur Verantwortung lenkt. Wenn Körper keine entbehrlichen Behälter für Informationen sind, dann hat jeder Akt des Denkens, Kodierens und Modellierens einen Preis. Die scheinbare Neutralität von Daten wird als historisch und materiell entlarvt. Hayles half damit, einen kritischen Posthumanismus zu formen, der digitale Systeme analysieren kann, ohne sich ihnen zu unterwerfen.

Ihr intellektueller Umfang ist ebenfalls Teil ihrer Bedeutung. Sie bewegt sich mit ungewöhnlicher Klarheit zwischen literarischen Texten, Kybernetik, Medientheorie und computerbasierter Kultur. Diese Interdisziplinarität ist nicht dekorativ. Sie spiegelt das Argument wider, das sie vorbringt: Subjektivität ist nicht in einer einzigen Disziplin untergebracht, ebenso wenig wie sie in einem einzigen Organ untergebracht ist. Menschen werden durch Schaltkreise geformt, die textuelle, technische und körperliche Bereiche überschreiten.

Eine Spannung zieht sich durch ihr Werk. Sie ist scharf kritisch gegenüber entkörperten Fantasien, nimmt jedoch auch ernst, wie Informationstechnologien das menschliche Leben reorganisieren. Dieses doppelte Engagement kann sie weder feierlich noch nostalgisch erscheinen lassen, was ein Grund dafür ist, dass ihr Werk so beständig geblieben ist. Sie hilft dem Posthumanismus, zu vermeiden, entweder zu einem utopischen Maschinenkult oder zu einer reaktionären Verteidigung einer unmöglichen menschlichen Reinheit zu werden.

Hayles’ Vermächtnis besteht darin, die Verkörperung philosophisch wieder unvermeidbar zu machen. Sie gab Kritikern der digitalen Kultur eine Sprache, um zu sagen, dass Muster niemals nur Muster sind. Sie werden immer getragen, vollzogen und gelebt. In der Geschichte des Posthumanismus war das eine entscheidende Korrektur.

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