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Marxismus

Der Marxismus beginnt als eine Diagnose des modernen Reichtums und endet als eine Wette, dass die Geschichte selbst dazu gebracht werden kann, der menschlichen Emanzipation zu dienen.

1801 – 1900Europe
Marxismus

Quick Facts

Period
1801 – 1900
Region
Europe
Key Figures
Antonio Gramsci, Frantz Fanon, Friedrich Engels +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von Karl Marx

**1818-05-05** — Karl Marx wird in Trier im preußischen Rheinland geboren. Seine spätere Kritik am Kapitalismus wird aus der Begegnung zwischen deutscher Philosophie, politischem Exil und der industriellen Transformation Europas hervorgehen.

Marx wendet sich von der Philosophie der politischen Ökonomie zu.

**1843** — In den frühen 1840er Jahren bewegt sich Marx von der Kritik der Religion und der hegelschen Politik hin zur Untersuchung materieller sozialer Beziehungen. Dieser Wandel markiert den Beginn der Methode, die später zum historischen Materialismus werden wird.

Veröffentlichung des Kommunistischen Manifests

**1848-02** — Marx und Engels veröffentlichen das Manifest der Kommunistischen Partei für den Kommunistischen Bund am Vorabend der europäischen Revolutionen von 1848. Der Text liefert die klarste frühe Aussage über den Klassenkampf als den Motor der modernen Geschichte.

Ein Beitrag zur Kritik der politischen Ökonomie

**1859** — Marx veröffentlicht einen entscheidenden Schritt zur reifen Kritik der politischen Ökonomie. Das Vorwort enthält eine der am häufigsten zitierten Zusammenfassungen des Verhältnisses zwischen der ökonomischen Struktur und den rechtlich-politischen Formen.

Erster Band des Kapitals erscheint

**1867** — Der erste Band von Das Kapital wird in Hamburg veröffentlicht. Er bietet Marx' detaillierteste Darstellung des Warenfetischismus, des Mehrwerts und der Funktionsweise der kapitalistischen Produktion.

Die Pariser Kommune

**1871** — Die Pariser Kommune wird zu einem entscheidenden Bezugspunkt für Marxisten. Marx interpretiert sie als einen beispiellosen Versuch der Selbstverwaltung der Arbeiterklasse, während spätere Marxisten über ihre Lehren für die revolutionäre Politik debattieren.

Kritik des Gothaer Programms

**1875** — Marx kritisiert das Programm der deutschen Sozialdemokratie und präzisiert seine Ansichten über den sozialistischen Übergang sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Phasen der kommunistischen Gesellschaft. Der Text wurde zentral in späteren Debatten über revolutionäre Strategien und Staatsmacht.

Tod von Karl Marx

**1883-03-14** — Marx stirbt in London und hinterlässt ein Werk, das unvollständig, aber enorm einflussreich ist. Engels wird später die Bände des Kapitals bearbeiten und veröffentlichen und damit den Marxismus als Tradition festigen.

Die Bolschewistische Revolution

**1917-10** — Lenin und die Bolschewiki übernehmen die Macht in Russland und beanspruchen den Marxismus als Grundlage eines revolutionären Staates. Dieses Ereignis verwandelt den Marxismus von einer kritischen Theorie in eine herrschende Ideologie, mit Konsequenzen, die umstritten bleiben.

Gramscis Gefängnishefte prägen den westlichen Marxismus.

**1937** — Nach Gramscis Inhaftierung und Tod zirkulieren seine Notizbücher als eine bedeutende Neuinterpretation des Marxismus, die sich auf Hegemonie, Zivilgesellschaft und kulturelle Macht konzentriert. Sie tragen dazu bei, die marxistische Theorie in Richtung Fragen der Ideologie und des Konsenses zu verschieben.

Fanons Die Verdammten dieser Erde erscheint

**1961** — Fanons Analyse der kolonialen Gewalt und der Dekolonisierung erweitert marxistische Kategorien in die antikoloniale Welt. Das Buch wird zu einer wichtigen Quelle für den globalen Marxismus, insbesondere in Afrika, Asien und der Karibik.

Globale Finanzkrise belebt marxistische Fragen

**2008** — Die Finanzkrise erneuert das öffentliche Interesse an der Krisentheorie, der Finanzialisierung und der Ungleichheit. Sogar Kritiker des Marxismus sehen sich gezwungen, seine Sprache von Akkumulation, Instabilität und systemischer Widersprüchlichkeit erneut zu betrachten.

Sources

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