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Neuplatonismus

Der Neoplatonismus beginnt mit einem Paradoxon: Je mehr Realität vom Einen überfließt, desto weniger wird es vermindert; je mehr die Seele nach innen zurückkehrt, desto mehr entdeckt sie, dass die Quelle aller Dinge niemals außerhalb von ihr war.

201–300 ADAfrica
Neuplatonismus

Quick Facts

Period
201–300 AD
Region
Africa
Key Figures
Augustine of Hippo, Iamblichus, Marsilio Ficino +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Die Geburt des Plotin

**204 AD** — Plotin wurde 204 n. Chr. geboren, wahrscheinlich in Ägypten, in die mediterrane Welt, die später dem Neoplatonismus Gestalt verleihen würde. Seine Karriere entfaltete sich im Kontext des philosophischen und religiösen Pluralismus des Römischen Reiches.

Plotin studiert bei Ammonius Saccas

**230 AD** — Die philosophische Ausbildung des Plotin in Alexandria unter Ammonius Saccas, wie von Porphyrius berichtet, versetzte ihn in ein Umfeld, in dem Platon eine lebendige Autorität blieb. Dies war der intellektuelle Nährboden, aus dem seine spätere Synthese hervorging.

Plotin kommt in Rom an

**244 AD** — Um 244 n. Chr. ließ sich Plotin in Rom nieder und begann dort zu lehren. Dieser Schritt verschaffte seiner Philosophie ein öffentliches Publikum und positionierte sie im Zentrum des kulturellen Lebens des Imperiums.

Plotin beginnt mit dem Schreiben der Abhandlungen, die später als die Enneaden gesammelt werden.

**254 AD** — Plotin verfasste die Abhandlungen, die später von Porphyrios in die Enneaden bearbeitet wurden. Diese Texte entwickelten sein Konzept des Einen, des Intellekts, der Seele und der Rückkehr der Seele zur Quelle.

Der Tod des Plotin

**270 AD** — Plotin starb im Jahr 270 n. Chr. und hinterließ ein Werk philosophischer Schriften, das noch nicht in eine kanonische Sammlung organisiert war. Seine Schüler waren dafür verantwortlich, seine Lehre in eine beständige schulische Tradition zu verwandeln.

Porphyrios bearbeitet die Enneaden

**285 AD** — Porphyrios ordnete die Abhandlungen des Plotin in sechs Gruppen von neun und schuf so die Enneaden als die standardisierte Darstellung von Plotins Gedanken. Dieser redaktionelle Akt war entscheidend für die Überlieferung des Neuplatonismus.

Porphyrios verfasst das Leben des Plotin.

**300 AD** — Die Biographie des Plotin von Porphyrius bewahrte den Charakter, die Gewohnheiten und den intellektuellen Kreis des Gründers. Sie stellte Plotin auch als das Exemplar eines philosophischen Lebens dar, das auf Transzendenz ausgerichtet ist.

Iamblichus entwickelt die Theurgie im neuplatonischen Denken.

**309 AD** — Im frühen vierten Jahrhundert erweiterte Iamblichus den Neoplatonismus, indem er darauf bestand, dass Rituale und göttliche Symbole notwendig für die Rückkehr der Seele seien. Sein Schritt stellte eine wesentliche Entwicklung über die stärker intellektuelle Betonung von Plotin hinaus dar.

Augustinus liest die Platoniker

**400 AD** — Augustins Begegnung mit platonischen Texten half ihm, über immaterielle Realität und Innerlichkeit nachzudenken. Seine spätere christliche Theologie würde viele neoplatonische Themen bewahren, während sie diese um Gnade und Schöpfung herum überarbeitete.

Proklos verfasst die Elemente der Theologie.

**470 AD** — Proklos’ systematische Arbeit destillierte und erweiterte die neoplatonische Metaphysik zu einer formalen Abfolge von Propositionen. Sie wurde zu einem der klarsten Ausdrucke der reifen Architektur der Schule.

Ficino vollendet die lateinische Übersetzung von Plotin

**1484** — Die Übersetzung von Marsilio Ficino machte Plotin für die humanistischen und philosophischen Denker der Renaissance zugänglich. Sie trug dazu bei, den Neoplatonismus als lebendige Ressource für den christlichen Platonismus und die Spiritualität der Renaissance wiederzubeleben.

Fortgesetzte wissenschaftliche Wiederbelebung des Neoplatonismus

**2020** — Die moderne Forschung interpretiert den Neoplatonismus weiterhin als eine bedeutende Tradition in der spätantiken Philosophie, Theologie und der Geschichte der Metaphysik. Seine Fragen zu Einheit, Bewusstsein und Transzendenz bleiben in der Religionsphilosophie und der Ideen Geschichte aktiv.

Sources

  • primary_text
    Plotinus, The Enneads, trans. Stephen MacKenna and B. S. Page (various editions)

    Classic English translation; use with care alongside modern scholarly editions.

  • primary_text
    Plotinus, Enneads, Loeb Classical Library, trans. A. H. Armstrong

    Standard scholarly translation with Greek text.

  • primary_text
    Porphyry, Life of Plotinus and the Order of His Books

    Foundational ancient biography of Plotinus and source for the editing of the Enneads.

  • reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: Neoplatonism

    Reliable overview of the tradition, its doctrines, and its historical development.

  • reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: Neoplatonism

    Accessible scholarly survey of Neoplatonism.

  • secondary_scholarship
    Gerson, Lloyd P. Plotinus. Routledge, 1994

    Influential study of Plotinus’s philosophy and its systematic character.

  • secondary_scholarship
    O'Meara, Dominic J. Plotinus: An Introduction to the Enneads. Oxford University Press, 1993

    Clear introduction to Plotinus’s main arguments and metaphysical structure.

  • secondary_scholarship
    Rist, J. M. Plotinus: The Road to Reality. Cambridge University Press, 1967

    Classic interpretive study emphasizing Plotinus’s philosophical coherence.

  • secondary_scholarship
    Wallis, R. T. Neoplatonism. Duckworth, 1972

    Standard historical introduction to the movement from Plotinus to Proclus.

  • primary_text
    Ficino, Marsilio. Platonic Theology, trans. Michael J. B. Allen and James Hankins. Harvard University Press, 2001-2006

    Key Renaissance revival text showing Neoplatonic influence on Christian humanism.

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