Pascal's Wette
Pascal's Wette ist die gewagte Behauptung, dass, wenn die Vernunft die Frage nach Gott nicht klären kann, die Klugheit selbst eine Entscheidung erzwingen kann – und dass sogar Unglaube bereits eine Art Wette ist.

Quick Facts
- Period
- 1670 – 1670
- Region
- Europe
- Key Figures
- Blaise Pascal, David Hume, Michel de Montaigne +2 more
Key Figures
Blaise Pascal
Originator
French Jansenism; mathematics and natural philosophyBlaise Pascal ist schwer zu klassifizieren, da er als mehrere Figuren zugleich lebte: Mathematiker, Physiker, Erfinder, ...
David Hume
Critic
Enlightenment empiricism and skepticismDavid Hume war kein Kommentator von al-Ghazali im direkten historischen Sinne, und er hat al-Ghazalis Denken nicht geprä...
Michel de Montaigne
Interlocutor
French Renaissance skepticismMichel de Montaigne ist für Pascal von Bedeutung, weil er eine rivalisierende Diagnose des menschlichen Zustands verkörp...
William James
Successor
Pragmatism; philosophy of religionWilliam James ist für die Geschichte von Peirce von wesentlicher Bedeutung, weil er dazu beigetragen hat, den Pragmatism...
W. K. Clifford
Critic
Victorian ethics of beliefW. K. Clifford wurde zu einer der schärfsten moralischen Stimmen in der Philosophie des neunzehnten Jahrhunderts, nicht ...
The Story
This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.
Die Welt, die es erschuf
Blaise Pascals Wette entstand in einem Jahrhundert, das gelernt hatte, die Gewissheit zu bewundern und gleichzeitig zu misstrauen. Das siebzehnte Jahrhundert br...
Die zentrale Idee
Die Wette erscheint in den Pensées als eine Herausforderung an den zögernden Ungläubigen, und ihre Kraft liegt in ihrer brutalen Einfachheit. Pascal fordert uns...
Das System
Pascal's Wette wird oft als eigenständiges Argument behandelt, als ein kompaktes Beweisangebot, das für sich selbst spricht. In Pascals eigenen Händen gehört es...
Spannungen & Kritiken
Die Wette hat lange Kritik auf sich gezogen, weil sie leicht zu bewundern und schwer zu vertrauen ist. Ihre offensichtlichste Schwäche besteht darin, dass sie d...
Vermächtnis & Echos
Das Nachleben des Wetteinsatzes war für ein so kompaktes Argument ungewöhnlich reich. Es überlebt teilweise, weil es leicht zu merken und schwer zu klären ist. ...
Timeline
Geburt von Blaise Pascal
**1623-06-19** — Blaise Pascal wird in Clermont, Frankreich, geboren. Sein frühes mathematisches Genie und seine spätere religiöse Ernsthaftigkeit werden schließlich in dem Argument zusammenlaufen, das als Pascals Wette bekannt wird.
Pascal's frühe mathematische Berühmtheit
**1639** — Als Teenager betritt Pascal die Welt der fortgeschrittenen Mathematik und der Naturphilosophie. Diese prägende Begegnung mit exaktem Denken beeinflusst später seine Bereitschaft, die religiöse Wahl als ein Problem der Entscheidung unter Unsicherheit zu betrachten.
Die Nacht des Feuers
**1654-11-23** — Pascal's intensive religiöse Erfahrung, oft als die Nacht des Feuers bezeichnet, vertieft sein Engagement für den christlichen Glauben und für das apologetische Projekt, das in den Pensées kulminiert. Der Vorfall wird zentral für spätere Verständnisse seiner intellektuellen Transformation.
Veröffentlichung der Pensées
**1670** — Pascal's Fragmente wurden posthum veröffentlicht als die Pensées. Unter ihnen findet sich das berühmte Wette-Argument, das Teil seines größeren Versuchs ist, den Skeptiker zur christlichen Überzeugung zu bewegen.
Frühe Rezeption des Wetteinsatzes
**1670-01-01** — Die Pensées beginnen, unter Lesern, die sich für Apologetik, Skepsis und das Verhältnis zwischen Vernunft und Glauben interessieren, zirkuliert zu werden. Die Wette wird bald zu einem der am meisten diskutierten und umstrittenen Passagen im Buch.
Humean Skeptizismus und das neue evidenzielle Klima
**1748** — Die Veröffentlichung von Humes Philosophischen Essays trägt zu einer philosophischen Atmosphäre bei, in der religiöse Ansprüche zunehmend empirischer Prüfung unterzogen werden. Spätere Kritiker des Wette werden auf diesen breiteren Aufklärungswandel in den Maßstäben der Rechtfertigung zurückgreifen.
Cliffords Ethik des Glaubens
**1873** — W. K. Cliffords Aufsatz *Die Ethik des Glaubens* bietet eine klassische Formulierung der Norm, dass Überzeugungen sich an Beweisen orientieren müssen. Der Aufsatz wird zu einer bedeutenden Kritik des pascalischen, pragmatischen Glaubens.
William James und der Wille zu glauben
**1897** — James veröffentlicht *The Will to Believe*, in dem er eine pragmatistische Darstellung darüber bietet, wann der Glaube in Abwesenheit entscheidender Beweise gerechtfertigt sein kann. Sein Werk belebt und transformiert Pascals Problem für ein modernes Publikum.
Die Entscheidungstheorie tritt in den Hintergrund des Wettes.
**1950** — Die Philosophie der Wahrscheinlichkeit und Entscheidung des mittleren zwanzigsten Jahrhunderts macht Pascals Argument neu lesbar als ein Prototyp des erwarteten Nutzen-Arguments. Die Wette wird zu einem grundlegenden Beispiel in formalen Debatten über rationale Entscheidungen.
Moderne analytische Debatten über den Einwand der vielen Götter
**1970** — Zeitgenössische Philosophen schärfen Einwände gegen multiple religiöse Optionen, unendliche Nutzen und die Rationalität des Glaubens unter Unsicherheit. Der Wetteinsatz wird zu einem zentralen Fallstudie in der Religionsphilosophie.
Die Wette in der zeitgenössischen Religionsphilosophie
**2000** — Neue Behandlungen des Arguments in philosophischen Fachzeitschriften und Lehrbüchern halten die Debatte lebendig, insbesondere im Bereich der Entscheidungstheorie und des Glaubens. Pascals Problem bleibt ein aktueller Test dafür, wie die Vernunft mit ultimativer Unsicherheit umgeht.
Öffentliche Wiederbelebung von Pascals Wette in der säkularen Kultur
**2020** — Die Wette zirkuliert weiterhin in Diskussionen über Risiko, Klima, Technologie und existenzielle Unsicherheit, oft als Kurzform für vorsorgliches Handeln unter Unkenntnis. Ihre philosophische Bedeutung bleibt umstritten, selbst wenn ihre kulturelle Reichweite anhält.
Sources
- primary_textBlaise Pascal, Pensées
Standard edition/translation; the wager appears in the fragmentary apologetic material.
- primary_textBlaise Pascal, Pensées and Other Writings, trans. Honor Levi
Accessible English translation with editorial framing.
- referenceStanford Encyclopedia of Philosophy: Pascal’s Wager
Reliable overview of the argument and its major philosophical problems.
- referenceInternet Encyclopedia of Philosophy: Pascal’s Wager
Concise historical and analytical introduction.
- scholarly_bookJames A. Harris, A Society of the Mind: Intellectual History in the 17th Century
Useful for the intellectual context of seventeenth-century thought.
- scholarly_bookRoger Ariew, Descartes, Pascal, Leibniz and the Limits of Reason
Situates Pascal within early modern rationalism and its limits.
- scholarly_bookJordan Howard Sobel, Logic and Theism: Arguments For and Against Beliefs in God
Classic analytic treatment of Pascal’s Wager and related theistic arguments.
- scholarly_bookNicholas Rescher, Pascal’s Wager: A Study in Practical Reasoning in Philosophical Theology
A major philosophical study of the wager as practical reasoning.
- scholarly_bookJeff Jordan (ed.), Pascal’s Wager: Pragmatic Arguments and Belief in God
Collection of essays on the argument and its modern formulations.
- scholarly_bookRichard H. Popkin, The History of Scepticism from Savonarola to Bayle
Important for the skeptical background against which Pascal wrote.
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