The Philosophy ArchiveThe Philosophy Archive
Back to Home
School or Movement

Theorie des Gesellschaftsvertrags

Was macht politische Autorität legitim: Gewalt, Erbschaft oder Zustimmung? Die Theorie des Gesellschaftsvertrags beantwortet diese Frage, indem sie sagt, dass der Staat kein Naturphänomen, sondern ein menschliches Kunstwerk ist – ein Abkommen, real oder imaginiert, das private Personen in eine politische Gemeinschaft verwandelt.

1601 – 1800Europe
Theorie des Gesellschaftsvertrags

Quick Facts

Period
1601 – 1800
Region
Europe
Key Figures
Carole Pateman, David Hume, Jean-Jacques Rousseau +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von Thomas Hobbes

**1588** — Thomas Hobbes wurde 1588 in England geboren und trat in eine Welt ein, die bald durch religiöse Konflikte und Bürgerkrieg verwandelt werden sollte. Seine spätere politische Philosophie würde diese Umwälzungen in eine Theorie der Souveränität verwandeln, die auf Angst, Autorisierung und dem Bedürfnis nach Frieden basiert.

Veröffentlichung von Leviathan

**1651** — Hobbes veröffentlichte Leviathan, sein bekanntestes Werk über den Staat als künstliche Person, die durch einen Vertrag geschaffen wurde. Das Buch wurde zu einem grundlegenden Text für das moderne Problem der Legitimität: Warum Gehorsam geschuldet ist und wem.

Geburt von John Locke

**1632** — John Locke wurde 1632 in Somerset, England, geboren. Seine politische Philosophie würde später das Einverständnis mit natürlichen Rechten, Eigentum und begrenzter Regierung verbinden.

Veröffentlichung der Zwei Abhandlungen über die Regierung

**1689** — Lockes Zwei Abhandlungen über die Regierung erschienen 1689 und lieferten eine der beständigsten Verteidigungen der Regierung durch Zustimmung. Sie argumentierten, dass politische Macht zum Schutz der Rechte übertragen wird und widerstanden werden kann, wenn dieses Vertrauen gebrochen wird.

Geburt von David Hume

**1711** — David Hume wurde 1711 in Schottland geboren. Sein späterer Aufsatz über den ursprünglichen Vertrag würde die historische Plausibilität von vertragsbasierten Auffassungen politischer Verpflichtung in Frage stellen.

Rousseau veröffentlicht den Diskurs über die Ungleichheit

**1755** — Jean-Jacques Rousseaus Diskurs über die Ungleichheit schärfte seine Kritik an der modernen Gesellschaft, indem er aufzeigte, wie soziale Entwicklungen Abhängigkeit und Ungleichheit vertiefen können. Er ebnete den Weg für sein späteres Überdenken von Freiheit und Legitimität in der politischen Gemeinschaft.

Veröffentlichung des Gesellschaftsvertrags

**1762** — Rousseau veröffentlichte den Gesellschaftsvertrag, der die kollektive Selbstgesetzgebung und den allgemeinen Willen zum zentralen Element politischer Legitimität machte. Das Buch wurde zu einem der einflussreichsten und umstrittensten Texte der modernen politischen Theorie.

Humes Essay „Vom ursprünglichen Vertrag“ zirkuliert in der politischen Debatte.

**1770** — Humes Kritik am ursprünglichen Vertrag schärfte die skeptische Herausforderung an vertragsbasierte Gründungsgeschichten. Er argumentierte, dass politische Gehorsamkeit in der Regel durch Nützlichkeit und Gewohnheit aufrechterhalten wird, anstatt durch irgendeine echte Gründungsvereinbarung.

Kants Kritik der reinen Vernunft und die Idee des normativen Konsenses

**1781** — Obwohl Kant kein Vertragstheoretiker im klassischen Sinne ist, half er, den Vertrag in einen regulativen Standard und nicht in ein historisches Ereignis zu verwandeln. Seine umfassendere politische Philosophie verstärkte die Idee, dass Legitimität aus der Perspektive der rationalen Autonomie überprüfbar sein muss.

Geburt von Carole Pateman

**1940** — Carole Pateman wurde 1940 geboren und sollte später eine der einflussreichsten feministischen Kritikerinnen der Vertragstradition werden. Ihr Werk deckte die geschlechtsspezifischen Ausschlüsse auf, die hinter den Ansprüchen auf universelle Zustimmung verborgen waren.

Veröffentlichung von The Problem of Political Obligation und späteren vertraglichen Wiederbelebungen

**1979** — Die politische Philosophie des späten zwanzigsten Jahrhunderts erneuerte das Vertragsdenken in abstrakter Form, insbesondere durch prozedurale und hypothetische Modelle. Die Epoche zeigte, dass die Vertragstheorie nicht verschwunden war; sie war in neue Idiome von Legitimität und Fairness migriert.

Veröffentlichung des Sexualvertrags

**1997** — Patemans Der sexuelle Vertrag stellte die klassische Vertragstheorie als eine Erzählung dar, die oft geschlechtsspezifische Machtverhältnisse verbarg. Das Buch wurde zu einem Meilenstein in der feministischen politischen Theorie und zu einer bedeutenden Herausforderung für den vertragstheoretischen Universalismus.

Sources

Explore Related Archives

The philosophies documented here connect to the broader record. Explore the context through our sister archives.