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GesprächspartnerAnalytic philosophy; philosophy of actionUnited Kingdom

G. E. M. Anscombe

1919 - 2001

G. E. M. Anscombe halfte die Frage nach der intentionalen Handlung wieder auf, zu einer Zeit, als die Moralphilosophie oft mit Regeln, Theorien und distanzierter Bewertung beschäftigt schien, anstatt mit lebendiger Handlung. Sie war nicht einfach eine Kritikerin der vorherrschenden ethischen Moden; sie war eine Diagnostikerin dessen, was sie für ein tieferes intellektuelles Versagen hielt. Die moderne Philosophie war ihrer Ansicht nach zu selbstsicher in ihren Abstraktionen und zu nachlässig bezüglich der Struktur menschlichen Handelns geworden. Ihr Aufsatz „Modern Moral Philosophy“ (1958) wurde berühmt, weil er diese Selbstzufriedenheit angreift und zur Wiederbelebung der Tugendethik beiträgt, aber ihre Bedeutung für das Konzept des moralischen Glücks ist breiter und beunruhigender. Sie zwang Philosophen dazu, zu fragen, was eine Handlung ist, wie die Absicht sie formt und warum die Art und Weise, wie wir beschreiben, was jemand getan hat, die moralische Bedeutung der Tat verändern kann.

Diese Betonung war wichtig, weil moralisches Glück von einer fragilen Unterscheidung abhängt: zwischen dem, was ein Handelnder meinte, was sie zu tun versuchte, und dem, was die Welt daraus machte. Anscombe erschwerte es, Handlung als bloßes physisches Ereignis zu behandeln, dem später moralische Etiketten angeheftet werden. Wenn eine Tat nur unter der Absicht, mit der sie vollzogen wird, verständlich ist, dann kann Verantwortung nicht allein nach dem Ergebnis gemessen werden. Doch sie löste die Konsequenzen nicht einfach in die Absicht auf. Ihre Philosophie bewahrte den Druck der Realität: Was geschieht, zählt immer noch, denn Handlung entfaltet sich in einer Welt, die der Handelnde nicht kontrolliert. Diese Spannung — zwischen innerem Zweck und äußerem Ergebnis — ist genau der Punkt, an dem das moralische Glück ansetzt.

Die psychologische Kraft hinter Anscombes Werk lag in ihrer Weigerung, die moderne Ethik zu bequem mit distanzierter Beobachtung werden zu lassen. Sie war an Erklärungen von Handlung interessiert, die den praktischen Standpunkt des Handelnden ehrten, die gelebte Perspektive, aus der man entscheidet, handelt und später entdeckt, was man getan hat. Ihre Rechtfertigungen waren nicht sentimental. Sie waren rigoros, fast streng: Wenn die Moralphilosophie die intentionale Handlung nicht erklären kann, dann kann sie Verantwortung überhaupt nicht erklären. Ihre Ernsthaftigkeit kam aus Überzeugung, aber auch aus Ungeduld mit intellektueller Faulheit.

Doch es gibt ein Paradox in ihrer öffentlichen Persona. Anscombe war eine kompromisslose philosophische Moralistin, die bereit war, den akademischen Konsens mit ungewöhnlicher Kraft herauszufordern, aber dieselbe Strenge konnte ihre Präsenz schwierig machen. Ihr anspruchsvoller Stil schützte die philosophische Klarheit, doch er konnte sich auch in Strenge verhärten. Sie forderte Präzision, weil sie glaubte, dass verworrenes Denken moralische Kosten hat. Der Nutzen war intellektuelle Disziplin; die Kosten für Kollegen und Studenten konnten ein erfrischender Mangel an Nachsicht sein.

Ihr Einfluss auf das moralische Glück ist daher indirekt, aber tiefgreifend. Sie formulierte die Doktrin nicht selbst, aber sie half, die konzeptionellen Bedingungen dafür zu schaffen, indem sie darauf bestand, dass Handlung keine Kategorie des Zuschauers ist. Sie wird von innen erlebt und dann einer Welt ausgesetzt, die Absicht bestätigen, verzerren oder vereiteln kann. Das ist das Terrain, auf dem moralisches Glück sichtbar wird: in der Kluft zwischen dem, was der Handelnde meinte, und dem, was die Welt erlaubte. Anscombe machte diese Kluft philosophisch unmöglich zu ignorieren.

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