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Concept or Thought Experiment

Moralisches Glück

Moralische Glück ist der Skandal, dass unsere Urteile über den Charakter vom Zufall abhängen: Wir loben und tadeln Menschen für das, was sie tun, doch die Welt verändert ständig, was diese Handlungen bedeuten.

1976 – 1976Europe
Moralisches Glück

Quick Facts

Period
1976 – 1976
Region
Europe
Key Figures
Bernard Williams, Derek Parfit, G. E. M. Anscombe +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von Bernard Williams

**1929-09-21** — Bernard Williams wurde in Westcliff-on-Sea, Essex, geboren. Sein späterer Widerstand gegen reduktive Moralphilosophie würde ihn zu einem der entscheidenden Kritiker der ethischen Abstraktion der Mitte des Jahrhunderts machen und schließlich zu einem der Mitbegründer der Debatte über moralisches Glück.

Geburt von Thomas Nagel

**1937-11-04** — Thomas Nagel wurde in Belgrad geboren, damals im Königreich Jugoslawien. Sein späteres Werk über Objektivität, Subjektivität und die Sicht von nirgendwo würde das Konzept des moralischen Glücks seine bekannteste analytische Artikulation verleihen.

Anscombes moderne Moralphilosophie

**1958** — G. E. M. Anscombes Essay griff die vorherrschende moralische Sprache an und trug dazu bei, die Aufmerksamkeit wieder auf Handlung, Intention und Tugend zu lenken. Obwohl er das Konzept des moralischen Glücks nicht formuliert, bereitete er das philosophische Terrain vor, indem er die Intention wieder ins Zentrum rückte.

Williams’ Aufsatz über moralisches Glück

**1976** — Bernard Williams zirkulierte und veröffentlichte den Aufsatz, der dazu beitragen würde, das Phänomen zu benennen. Seine Behandlung von Gauguin und verwandten Fällen zeigte, dass Glück in die moralische Bewertung durch den Erfolg oder Misserfolg der Handlung selbst einfließen kann.

Nagels „Moralische Glück“ veröffentlicht

**1979** — Thomas Nagels Essay „Moralische Glück“ erschien und gab dem Problem seine kanonische Form. Der Essay unterschied mehrere Arten von Glück und argumentierte, dass die Verantwortung von der Kluft zwischen Kontrolle und Urteil heimgesucht wird.

Sterbliche Fragen erscheint

**1979** — Nagels Buch *Sterbliche Fragen* brachte den Aufsatz über moralisches Glück in eine breitere Sammlung zu Subjektivität, Tod und ethischer Reflexion. Die Veröffentlichung trug dazu bei, das Thema als zentral und nicht als marginal in der zeitgenössischen Moralphilosophie zu etablieren.

Moral Luck Sammlung veröffentlicht

**1981** — Williams’ Essaysammlung Moral Luck vereinte seine wesentlichen Überlegungen zu Verantwortung, Integrität und Kontingenz. Das Buch wurde zu einem der Maßstäbe für spätere Debatten darüber, ob Moral jemals von Glück befreit werden kann.

Parfits Gründe und Personen

**1984** — Derek Parfits Buch erweiterte den philosophischen Hintergrund für Debatten über Verantwortung, Identität und rationale Besorgnis. Seine Behandlung des Selbst trug dazu bei, das Problem des moralischen Glücks zu einem Teil eines umfassenderen Überdenkens von Personen im Laufe der Zeit zu machen.

Debatten über Verantwortung und Kontrolle intensivieren sich

**1990** — Arbeiten in der moralischen Psychologie, der Rechtsphilosophie und der Handlungstheorie konzentrieren sich zunehmend auf Kontrollbedingungen und glücksabhängige Urteile. Die Idee entwickelte sich von einem auffälligen Paradox zu einem Standardproblem in der Verantwortungstheorie.

Thomson und andere verfeinern die Unterscheidungen der Verantwortung

**2001** — Die Arbeiten des späten zwanzigsten und frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts schärften die Unterscheidungen zwischen Schuld, Verdienst, Haftung und sozialer Reaktion. Diese Verfeinerungen beseitigten das moralische Glück nicht, machten jedoch seine Implikationen präziser und umstrittener.

Tod von Bernard Williams

**2003** — Der Tod von Williams schloss das Leben des Denkers ab, der am stärksten mit der moralischen Tiefe der Idee assoziiert wird. Sein Einfluss setzte sich durch die Ethik, die Klassik, die politische Theorie und die anhaltende Debatte darüber fort, wie viel Glück in die Verantwortung einfließt.

Moralischer Zufall in der zeitgenössischen Ethik und im öffentlichen Diskurs

**2020** — Bis zum frühen einundzwanzigsten Jahrhundert wurden Diskussionen über Strafjustiz, medizinische Ethik und öffentliche Schuld regelmäßig von moralischem Glück begleitet, selbst wenn der Begriff nicht verwendet wurde. Das Konzept war Teil des grundlegenden Vokabulars geworden, um über Handeln unter Kontingenz nachzudenken.

Sources

  • primary_text
    Bernard Williams, Moral Luck (Cambridge University Press, 1981)

    Classic collection containing Williams’s key essays on responsibility, integrity, and luck.

  • primary_text
    Thomas Nagel, Mortal Questions (Cambridge University Press, 1979)

    Includes the essay “Moral Luck,” the canonical analytic statement of the problem.

  • reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: Moral Luck

    Reliable overview with bibliography and scholarly framing.

  • reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: Moral Luck

    Accessible secondary survey of the debate and its variants.

  • primary_text
    Thomas Nagel, “Moral Luck,” Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Vol. 50 (1976)

    Original article version of Nagel’s argument.

  • primary_text
    Bernard Williams, “Moral Luck,” in Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Vol. 50 (1976)

    Original article version of Williams’s argument.

  • scholarly_article
    Susan Wolf, “Moral Responsibility and Luck,” Philosophical Topics 14, no. 2 (1986)

    Important development and critique of the original debate.

  • scholarly_book
    Derk Pereboom, Living Without Free Will (Cambridge University Press, 2001)

    Influential later work that reconfigures responsibility in light of luck and determinism.

  • scholarly_book
    R. Jay Wallace, Responsibility and the Moral Sentiments (Harvard University Press, 1994)

    Major account of blame and responsibility in relation to control and moral appraisal.

  • scholarly_book
    Michael J. Zimmerman, The Concept of Moral Obligation (1996) and related essays on moral luck

    Representative of later analytic work refining the debate.

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