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Concept or Thought Experiment

Dualismus

Dualismus ist die wiederkehrende Behauptung der Philosophie, dass das innere Leben nicht auf Fleisch reduziert werden kann: dass Denken, Fühlen und Handeln einer anderen Ordnung angehören als dem Körper, der sie trägt.

1601 – 1700Europe
Dualismus

Quick Facts

Period
1601 – 1700
Region
Europe
Key Figures
Baruch Spinoza, David Hume, Gilbert Ryle +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von René Descartes

**1596** — Descartes wird in La Haye en Touraine geboren, das später zu seinen Ehren umbenannt wird. Sein Leben wird untrennbar verbunden sein mit dem Versuch, dem Wissen eine Grundlage zu geben, die ausreichend sicher ist, um Skepsis und wissenschaftlicher Transformation standzuhalten.

Veröffentlichung des Discours de la méthode

**1637** — Descartes veröffentlicht den Discours de la méthode, zusammen mit wissenschaftlichen Essays, die seine mathematischen und mechanischen Ambitionen demonstrieren. Das Werk trägt dazu bei, den methodologischen Hintergrund zu etablieren, aus dem der Dualismus hervorgehen wird.

Veröffentlichung der Meditationen über die Erste Philosophie

**1641** — Die Meditationen geben die klassische philosophische Artikulation der Unterscheidung zwischen denkender Substanz und ausgedehnter Substanz. Sie präsentieren auch die Argumente, die spätere Debatten über den Dualismus dominieren werden.

Elisabeth stellt Descartes in Frage bezüglich der Interaktion von Geist und Körper.

**1643** — Prinzessin Elisabeth von Böhmen schreibt an Descartes und drängt ihn darauf, wie ein immaterieller Geist einen Körper bewegen könne. Ihre Frage legt die zentrale Schwäche des kartesianischen Interaktionismus offen und bleibt eines der schärfsten Argumente gegen den Dualismus.

Die Prinzipien der Philosophie systematisieren die kartesianische Metaphysik.

**1644** — Descartes’ Prinzipien bietet eine systematischere Darstellung seiner Philosophie, einschließlich der Unterscheidung zwischen Geist und Körper sowie der mechanistischen Erklärung der Natur. Der Text trägt dazu bei, den Dualismus zu einem kohärenten philosophischen Programm zu machen, anstatt zu einer isolierten These.

Spinozas Ethik erscheint posthum.

**1677** — Spinozas Alternative zum kartesianischen Dualismus wird nach seinem Tod weithin sichtbar. Das Werk plädiert für eine Substanz, wobei Geist und Körper als Attribute fungieren, und bietet eine bedeutende monistische Herausforderung an das dualistische Bild.

Geburt von David Hume

**1711** — Humes Empirismus wird später die Vorstellung eines stabilen immateriellen Selbsts erschüttern, indem er das Selbst auf ein Bündel von Wahrnehmungen reduziert. Seine Kritik verlagert die Debatte von Substanzen auf die Erfahrung selbst.

Kant orientiert die Philosophie des Geistes neu

**1781** — Die Kritik der reinen Vernunft verändert das Terrain, indem sie empirisches Selbstbewusstsein von transzendentalen Bedingungen der Erfahrung unterscheidet. Obwohl Kant kein kartesianischer Dualist ist, gestaltet er die Fragen um, die der Dualismus beantworten muss.

Ryle kritisiert das Gespenst im Maschinenraum

**1949** — Der Begriff des Geistes greift den kartesianischen Dualismus als Kategoriemissverständnis an und wird zu einem Meilenstein in der Philosophie des Geistes des zwanzigsten Jahrhunderts. Er markiert den Aufstieg des analytischen Misstrauens gegenüber inneren Substanzmodellen des Geistes.

Turings Test und Maschinenintelligenz schärfen die Fragen zum Geist-Körper-Problem

**1950** — Debatten darüber, ob Maschinen denken können, lenken die Aufmerksamkeit erneut auf das, was über Verhalten und Mechanismus hinaus als Geist zählt. Der Dualismus wird nicht bestätigt, aber sein zentrales Anliegen – was das Bewusstsein unreduzierbar macht – kehrt in neuer Form zurück.

Jacksons Wissensargument belebt das Bewusstseinsproblem wieder.

**1974** — Frank Jacksons Gedankenexperiment über Mary verleiht dem Anspruch neue Kraft, dass physische Informationen subjektive Erfahrungen auslassen können. Das Argument stellt den kartesianischen Dualismus nicht wieder her, aber es belebt das Gefühl, dass das Bewusstsein sich einer Reduktion widersetzt.

Die zeitgenössische Philosophie des Geistes formalisiert die Debatte über den Physicalismus.

**2003** — Bis zum frühen einundzwanzigsten Jahrhundert ist die Auseinandersetzung zwischen Dualismus und Physikalismus zu einem Standardrahmen in der analytischen Philosophie geworden. Neue Varianten wie der Eigenschaftsdualismus und der nicht-reduktive Physikalismus zeigen, dass Descartes' Problem weiterhin präsent ist, selbst wenn seine Lösung abgelehnt wird.

Sources

  • primary_text
    Descartes, Meditations on First Philosophy, trans. John Cottingham

    Classic text for Cartesian substance dualism and the cogito.

  • primary_text
    Descartes, Discourse on Method and Related Writings, trans. Desmond M. Clarke

    Useful for Descartes's methodological background and scientific context.

  • primary_text
    Elisabeth of Bohemia and René Descartes, The Correspondence, trans. Lisa Shapiro

    Essential source for the interaction problem.

  • primary_text
    Spinoza, Ethics, trans. Edwin Curley

    Key monist alternative to Cartesian dualism.

  • primary_text
    Hume, A Treatise of Human Nature, ed. David Fate Norton and Mary J. Norton

    Bundle theory and critique of substantial selfhood.

  • primary_text
    Gilbert Ryle, The Concept of Mind

    Major twentieth-century critique of Cartesian dualism.

  • secondary_reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'Dualism'

    Authoritative overview of dualism and its variants.

  • secondary_reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'Descartes' Mind and Body'

    Detailed discussion of Cartesian dualism and the interaction problem.

  • secondary_reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: 'Dualism'

    Accessible scholarly overview of historical and contemporary dualism.

  • scholarly_book
    Hatfield, Gary. Descartes and the Meditations. Routledge, 2003.

    Careful study of Descartes's arguments and context.

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