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Feministische Philosophie

Feministische Philosophie beginnt mit einer gefährlichen Frage: Wenn die Vernunft lange behauptet hat, für alle zu sprechen, wer wurde dann stillschweigend aus dem Wort „alle“ ausgeschlossen? Es ist das philosophische Projekt, das zeigt, wie Geschlecht in die Gewohnheiten des Denkens eingebaut ist, die vorgeben, es zu transzendieren.

1901 – 2000Americas
Feministische Philosophie

Quick Facts

Period
1901 – 2000
Region
Americas
Key Figures
bell hooks, Carol Gilligan, Judith Butler +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Wollstonecraft veröffentlicht *Eine Verteidigung der Rechte der Frau*

**1792** — Mary Wollstonecrafts Buch wird zu einem frühen philosophischen Angriff auf die Idee, dass Frauen von Natur aus für Abhängigkeit geeignet sind. Es argumentiert, dass die scheinbare Leichtfertigkeit der Frauen das Produkt von Erziehung und sozialer Prägung und nicht von ihrer Essenz ist.

Beauvoir veröffentlicht *Das andere Geschlecht*

**1949** — Simone de Beauvoir analysiert die Frau als historisch konstruierte „das Andere“ und verwandelt Geschlecht in ein philosophisches Problem über Subjektivität und Freiheit. Das Buch wird zu einem grundlegenden Text für die spätere feministische Philosophie.

Friedans *Der weibliche Mythos* erreicht ein breites Publikum

**1963** — Betty Friedans Darstellung der häuslichen Unzufriedenheit hilft, die Kluft zwischen den sozialen Idealen der Weiblichkeit und der gelebten Erfahrung zu verdeutlichen. Obwohl es sich nicht um ein Werk der Philosophie im strengen Sinne handelt, trägt es zur Schaffung des intellektuellen und politischen Klimas bei, in dem die feministische Philosophie gedeiht.

Die Befreiung der Frauen breitet sich auf Universitäten und Verlage aus

**1970** — Feministische Ideen bewegen sich von der Bewegungs-politik in akademische Institutionen, wo Wissenschaftler beginnen, die männliche Norm in der Ethik, Politik und Epistemologie in Frage zu stellen. Neue Zeitschriften, Kurse und Konferenzen tragen dazu bei, die feministische Philosophie als ein Fachgebiet zu konsolidieren.

Nancy Hartsock entwickelt die Standpunkt-Theorie.

**1979** — Die Standpunkt-Theorie argumentiert, dass marginalisierte soziale Positionen strukturelle Merkmale der Herrschaft offenbaren können, die von dominanten Perspektiven verborgen bleiben. Sie wird zu einem wesentlichen Einfluss auf die feministische Epistemologie und die Sozialtheorie.

bell hooks veröffentlicht *Ain’t I a Woman? Black Women and Feminism*

**1981** — hooks kritisiert die rassistischen Blindstellen des Mainstream-Feminismus und liefert eine kraftvolle Darstellung, wie Rasse, Geschlecht und Klasse miteinander interagieren. Das Buch trägt dazu bei, die feministische Philosophie in Richtung einer intersektionalen Analyse zu bewegen.

Gilligans *In a Different Voice* stellt die moralische Psychologie neu dar.

**1982** — Carol Gilligans Werk stellt Entwicklungs-Theorien in Frage, die abstrakte Gerechtigkeit über relationale Fürsorge stellen. Es wird zu einem wesentlichen Katalysator für die Ethik der Fürsorge und die feministische Moralphilosophie.

Crenshaw benennt Intersektionalität

**1989** — Kimberlé Crenshaws Rechtstheorie zeigt, wie Antidiskriminierungsgesetze schwarze Frauen auslöschen können, indem sie Rasse und Geschlecht getrennt behandeln. Das Konzept der Intersektionalität wird zentral für die feministische Philosophie und verwandte Bereiche.

Butler veröffentlicht *Gender Trouble*

**1990** — Judith Butlers Darstellung der Geschlechterperformativität gestaltet die feministische Theorie und die Queer-Theorie um, indem sie zeigt, wie Normen durch Praktiken wiederholt und stabilisiert werden. Das Buch löst anhaltende Debatten über Verkörperung, Identität und soziale Konstruktion aus.

*Bodies That Matter* verfeinert die Theorie der Performativität.

**1993** — Butler stellt klar, dass Performativität die Materialität nicht leugnet, sondern fragt, wie Körper sozial verständlich werden. Das Werk vertieft die Debatten in der feministischen Metaphysik und der Sprachphilosophie.

Feministische Epistemologie und Ethik finden Eingang in die Lehrpläne der Mainstream-Philosophie.

**2000** — Um die Jahrtausendwende wird feministische Philosophie weit verbreitet gelehrt und zunehmend in die gängigen philosophischen Debatten integriert. Fragen zu Fürsorge, Standpunkt, Verkörperung und Ungerechtigkeit werden Teil des alltäglichen Vokabulars der Disziplin.

Öffentliche Debatten über Geschlecht, Verkörperung und Inklusion intensivieren sich.

**2017** — Kontroversen über die Einbeziehung von Transpersonen, Identitätspolitik und institutionelle Macht bringen langanhaltende feministische philosophische Streitfragen in den breiteren öffentlichen Fokus. Die Debatten zeigen, dass die Fragen der Bewegung nach wie vor dringend sind und nicht geklärt wurden.

Sources

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