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Philosopher

Augustinus

Augustinus machte ein Bekenntnis zur Philosophie: Indem er nach innen blickte, um den Willen, das Gedächtnis und das Verlangen zu untersuchen, verwandelte er die private Krise der Seele in einen öffentlichen Bericht darüber, was ein Selbst ist.

354–430 ADEurope
Augustinus

Quick Facts

Period
354–430 AD
Region
Europe
Key Figures
Ambrose of Milan, Augustine of Hippo, Jean-Jacques Rousseau +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Augustinus wird in Thagaste geboren.

**354 AD** — Augustinus wird im römischen Nordafrika, in der Binnenstadt Thagaste, geboren. Seine spätere Philosophie wird immer wieder auf die geteilte Welt von Familie, Bildung und Streben zurückkommen, in der er geformt wurde.

Liest Ciceros Hortensius

**373 AD** — Augustinus erinnert sich später, dass Ciceros verlorener Dialog in ihm eine Liebe zur Weisheit weckte, anstatt lediglich den rhetorischen Erfolg zu suchen. Der Text wird zu einem Schwellenereignis, das seine Ambitionen in Richtung Philosophie umlenkt.

Zieht nach Mailand als Rhetoriklehrer

**384 AD** — Augustinus kommt in Mailand an und begegnet einem intellektuell ernsthafteren Christentum durch Ambrosius und die gelehrte Kultur der Stadt. Dieser Schritt schafft die Voraussetzungen für seine letztendliche Bekehrung.

Gartenumwandlung und die Auslegung des Römerbriefs

**386 AD** — In den Bekenntnissen erzählt Augustinus den berühmten Moment, als er 'tolle, lege' hörte und den Brief des Paulus an die Römer öffnete. Die Szene wird zu einem Paradigma der Bekehrung als Umordnung des Willens.

Taufe von Ambrosius

**387 AD** — Augustinus wird in Mailand zusammen mit seinem Sohn Adeodatus und seinem Freund Alypius getauft. Das Ritual besiegelt den Übergang von der philosophischen Suche zum christlichen Engagement.

Wird Bischof von Hippo

**394 AD** — Augustinus wird zum Bischof geweiht und beginnt eine lange Phase pastoralen, polemischen und doktrinären Schreibens. Seine Philosophie wird untrennbar mit der kirchlichen Führung und Kontroversen verbunden.

Beginnt die Bekenntnisse

**395 AD** — Augustinus verfasst das Werk, das die späteren Auffassungen von Innerlichkeit und Selbstheit am entscheidendsten prägen wird. Die Bekenntnisse vereinen Autobiografie, Gebet, Schrift und philosophische Reflexion.

Schreibt Über die Dreifaltigkeit

**401 AD** — Augustinus entwickelt eine umfassende Darstellung von Gedächtnis, Verstand und Wille im Zusammenhang mit dem göttlichen Leben. Das Werk erweitert seine Psychologie des Selbst zu einer theologischen Metaphysik.

Beginnt Die Stadt Gottes nach der Plünderung Roms

**413 AD** — Angesichts der Krise nach der Plünderung Roms wendet sich Augustinus der Beziehung zwischen irdischer Macht und göttlicher Geschichte zu. Das Werk wird eines seiner beständigsten politischen und historischen Texte werden.

Tod während der Vandalenbelagerung von Hippo

**0430-08** — Augustinus stirbt, während Hippo belagert wird, ein passend unruhiges Ende für einen Denker der Unruhe und historischen Fragilität. Sein Tod schließt seinen Einfluss nicht; er läutet ihn ein.

Augustinische Doktrinen prägen die mittelalterliche lateinische Theologie

**540 AD** — Bis zur frühen mittelalterlichen Periode sind Augustins Schriften über Gnade, Gedächtnis und die zwei Städte zu grundlegenden Texten geworden. Sie finden Eingang in das monastische, scholastische und liturgische Leben im gesamten lateinischen Christentum.

Reformation liest Augustinus neu

**1517** — Die protestantische Reformation belebt Augustinus als eine bedeutende Autorität über Gnade und die Knechtschaft des Willens. Sein Erbe wird zu einer lebendigen Ressource in Auseinandersetzungen über Erlösung, Autorität und Gewissen.

Sources

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