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Philosopher

John Rawls

John Rawls stellte eine verheerend einfache Frage: Wenn niemand im Voraus wüsste, ob er reich oder arm, mächtig oder verletzlich sein würde, welche Prinzipien der Gerechtigkeit würden sie für die Gesellschaft wählen, die sie aufbauen? Aus diesem Gedankenexperiment rekonstruierte er die politische Philosophie für das moderne demokratische Zeitalter.

1921 – 2002Americas
John Rawls

Quick Facts

Period
1921 – 2002
Region
Americas
Key Figures
Amartya Sen, John Rawls, Michael Sandel +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von John Rawls

**1921-02-21** — Rawls wurde in Baltimore, Maryland, geboren. Sein frühes Leben würde später weniger als Biografie von Bedeutung sein als als Hintergrund für ein Leben, das damit verbracht wurde, zu fragen, wie Institutionen für die Zufälle der Geburt Verantwortung übernehmen können.

Harvard-Abschluss und Kriegsdienst

**1943** — Rawls schloss sein Grundstudium an der Harvard University ab und trat bald darauf während des Zweiten Weltkriegs in den Militärdienst ein. Der Krieg schärfte sein Bewusstsein dafür, dass die moralische Willkür des menschlichen Schicksals eine ernsthafte Theorie der Gerechtigkeit erforderte.

Veröffentlichung von 'Gerechtigkeit als Fairness'

**1958** — Rawls veröffentlichte den Aufsatz, der dazu beitrug, die Gestalt seiner reifen Auffassung bekannt zu machen. Er führte die Idee ein, dass soziale Institutionen anhand von Prinzipien bewertet werden sollten, die unter fairen Bedingungen gewählt werden, und bereitete damit den Boden für die spätere ursprüngliche Position.

Eine Theorie der Gerechtigkeit erscheint

**1971** — Rawls' Hauptwerk bot die ursprüngliche Position, den Schleier des Nichtwissens, die zwei Prinzipien der Gerechtigkeit und den reflektierenden Gleichgewichtszustand als umfassende Darstellung der Gerechtigkeit als Fairness. Es wurde zum maßgeblichen Text der politischen Philosophie nach dem Krieg.

Nozicks libertärer Herausforderer

**1974** — Robert Nozicks Anarchie, Staat und Utopia stellte die einflussreichste frühe Kritik an Rawls dar. Er wies die gemusterte Umverteilung zurück und zwang politische Philosophen, die moralische Legitimität von Institutionen, die Ungleichheit verringern, zu verteidigen.

Überarbeitungen und Klarstellungen in 'Eine kantianische Auffassung von Gleichheit'

**1979** — Rawls verfeinerte zentrale Themen im Anschluss an die Kritik, indem er die moralische Grundlage der Gleichheit und die Beziehung zwischen Personen und Institutionen klärte. Sein Werk betonte zunehmend, dass Gerechtigkeit öffentlich und unter freien und gleichen Bürgern rechtfertigbar sein muss.

Politischer Liberalismus veröffentlicht

**1993** — Rawls überarbeitete seine Theorie für eine Gesellschaft, die von vernünftigem Pluralismus geprägt ist. Das Buch markierte einen Wandel hin zur öffentlichen Vernunft und weg von dem Bestreben, die politische Gerechtigkeit in einer umfassenden moralischen Doktrin zu verankern.

Gerechtigkeit als Fairness: Eine Neufassung

**2001** — Rawls' letztes Buch reorganisierte und klärte seine Ansichten für Leser und Kritiker gleichermaßen. Es bestätigte den zentralen Platz der gleichen Freiheit, der fairen Gelegenheit und des Differenzprinzips in seiner reifen Philosophie.

Tod von John Rawls

**2002-11-24** — Rawls starb in Lexington, Massachusetts. Bis dahin war sein Rahmenwerk zum Standardreferenzpunkt für Debatten über Gerechtigkeit in der zeitgenössischen politischen Philosophie geworden.

Posthume Konsolidierung der Rawls-Forschung

**2003** — Nach Rawls' Tod nahm die Forschung zu seinem Werk rasch zu, wobei Debatten über globale Gerechtigkeit, Feminismus, öffentliche Vernunft und Gleichheit sich um sein Rahmenwerk organisierten. Seine Ideen blieben die gemeinsame Währung ernsthafter politischer Philosophie.

Feministische und globale Kritiken gewinnen an größerer Bedeutung.

**2004** — Spätere Arbeiten von Kritikern und Nachfolgern wie den Lesern von Susan Moller Okin und dem globalen Gerechtigkeitsprogramm von Thomas Pogge trugen dazu bei, rawlsianische Fragen in die Bereiche der nationalen Geschlechtergerechtigkeit und der internationalen Ethik zu drängen. Rawls blieb der Bezugspunkt, selbst dort, wo Philosophen über ihn hinaus argumentierten.

Rawlsian Themen tauchen nach der globalen Finanzkrise wieder in der öffentlichen Debatte auf.

**2011** — Die Finanzkrise belebte das öffentliche Interesse an Ungleichheit, Gerechtigkeit und der Legitimität wirtschaftlicher Institutionen. Rawls' Sprache der am wenigsten Begünstigten und der fairen Kooperation kehrte als lebendiger Rahmen zur Beurteilung von Märkten und dem Staat zurück.

Sources

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