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School or Movement

Transhumanismus

Transhumanismus ist das moderne Wagnis, dass Biologie nicht Schicksal ist: dass Medizin, Computertechnik und Design nicht nur dazu verwendet werden können, das menschliche Wesen zu heilen, sondern es auch zu überarbeiten. Sein Versprechen ist die Befreiung von Gebrechlichkeit; seine Gefahr besteht darin, dass es, während es versucht, die menschliche Bedingung zu überwinden, auch das dünner machen könnte, was diese Bedingung erst erstrebenswert macht.

1901 – 2000Europe
Transhumanismus

Quick Facts

Period
1901 – 2000
Region
Europe
Key Figures
Donna Haraway, Francis Fukuyama, J. B. S. Haldane +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Haldane veröffentlicht "Daedalus; oder, Wissenschaft und die Zukunft"

**1923** — J. B. S. Haldanes Vortrag und Essay stellen Ektogenese, genetische Intervention und eine wissenschaftlich neu gestaltete Zukunft vor. Sie trugen dazu bei, die spekulative biologische Transformation intellektuell ernsthaft und nicht nur phantasievoll zu machen.

Julian Huxley prägte den Begriff "Transhumanismus".

**1957** — In seinem Aufsatz "Transhumanismus" schlägt Huxley vor, dass die Menschheit sich durch Wissen und bewusste Selbstlenkung selbst transzendieren kann. Der Begriff benennt ein breiteres nachkriegszeitliches Vertrauen, dass die Evolution bewusst geleitet werden könnte.

Die technologische Zukunft wird zu einem Mainstream-Kulturhorizont.

**1960** — Das frühe Weltraumzeitalter normalisiert die Vorstellung, dass menschliche Grenzen technische Probleme und keine endgültigen Grenzen sind. Dieser Wandel bereitet den Boden für spätere Überlegungen zur Verbesserung in der Informatik, Medizin und Raumfahrtkultur.

FM-2030 popularisiert futuristische Selbsttransformation.

**1986** — Der Futurist FM-2030 verwendet die Sprache der Transformation, der Lebensverlängerung und des menschlichen Werdens, um eine neue, säkulare Vision des radikalen Selbstüberwindens zu formulieren. Seine öffentliche Persona trug dazu bei, die Diskussion über Enhancement in die futuristische Kultur des späten zwanzigsten Jahrhunderts einzuführen.

Das Humangenomprojekt beginnt

**1990** — Der Start des Genomprojekts verwandelt die Vererbung in ein großangelegtes wissenschaftliches Objekt und weckt Hoffnungen auf prädiktive und interventionistische Medizin. Er wirft auch die Möglichkeit auf, dass genetisches Wissen nicht nur zur Heilung von Krankheiten, sondern auch zur Neugestaltung von Eigenschaften genutzt werden könnte.

Die Welt-Transhumanistische Vereinigung wird gegründet.

**1998** — Organisierter Transhumanismus nimmt institutionelle Gestalt an mit der Schaffung einer Bewegung, die sich dem ethischen Einsatz von Technologie zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten widmet. Der Verband trägt dazu bei, den Transhumanismus von verstreuter futuristischer Spekulation in ein identifizierbares philosophisches und politisches Netzwerk zu überführen.

Frühe Debatten über genetische Verbesserung intensivieren sich

**2000** — Die öffentliche Diskussion über Embryonenauswahl, Klonen und menschliche Verbesserung erweitert die Sichtbarkeit des Transhumanismus und lädt zu anhaltender ethischer Kritik ein. Die Bewegung wird zum Ziel von Sorgen über Ungleichheit, Eugenik und die Bedeutung der menschlichen Würde.

Fukuyama veröffentlicht Unsere posthumanistische Zukunft

**2003** — Francis Fukuyamas Buch wird zu einer der einflussreichsten hochrangigen Kritiken des Transhumanismus. Er argumentiert, dass die Verbesserung die menschlichen Qualitäten bedroht, die der liberalen Demokratie und der moralischen Gleichheit zugrunde liegen.

Bostrom veröffentlicht "Eine Geschichte des transhumanistischen Denkens"

**2005** — Nick Bostrom bietet eine kanonische philosophische Genealogie für die Bewegung, indem er sie mit dem Humanismus, den Idealen der Aufklärung und modernen Anliegen zur Selbstverbesserung verknüpft. Der Aufsatz hilft, den Transhumanismus als eine ernsthafte intellektuelle Tradition und nicht als Modeerscheinung zu definieren.

Die Bewegung reorganisiert sich als Humanity+.

**2009** — Die World Transhumanist Association nimmt den Namen Humanity+ an und erweitert ihre öffentliche Identität. Das Rebranding signalisiert einen Versuch, die Ethik der Enhancement zugänglicher und weniger sektiererisch zu gestalten.

Die Genbearbeitung im CRISPR-Zeitalter betritt die öffentliche Vorstellungskraft

**2012** — Gene-Editing-Technologien lassen präzise biologische Eingriffe weit weniger spekulativ erscheinen als zuvor. Transhumanistische Hoffnungen und bioethische Ängste verstärken sich, während die Grenze zwischen Therapie und Enhancement zunehmend durchlässig wird.

Die Beschleunigung der KI erneuert die Spekulation über das Posthumanistische

**2020** — Schnelle Fortschritte im großangelegten maschinellen Lernen beleben Fragen zur kognitiven Erweiterung, Automatisierung und letztlich zur Verschmelzung von Mensch und Maschine. Transhumanistische Themen treten in neuer Form auf, da die Menschen fragen, ob Intelligenz selbst das nächste Gebiet der Neugestaltung werden könnte.

Sources

  • primary_text
    Nick Bostrom, "A History of Transhumanist Thought"

    Canonical genealogy of the movement by a leading philosopher.

  • primary_text
    Julian Huxley, "Transhumanism" in New Bottles for New Wine

    Foundational statement that gives the movement its name.

  • primary_text
    J. B. S. Haldane, Daedalus; or, Science and the Future

    Early speculative precursor on biological and technological transformation.

  • reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: Transhumanism

    Authoritative overview of the philosophical issues and debates.

  • reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: Transhumanism

    Accessible scholarly overview with historical and ethical context.

  • scholarly_book
    Francis Fukuyama, Our Posthuman Future

    Influential critique of enhancement and human nature.

  • scholarly_book
    Michael J. Sandel, The Case Against Perfection

    Major philosophical critique focused on giftedness and mastery.

  • scholarly_book
    Max More and Natasha Vita-More, eds., The Transhumanist Reader

    Representative anthology of transhumanist texts and debates.

  • primary_text
    Donna Haraway, "A Cyborg Manifesto"

    Important interlocutor for debates about hybridity and embodiment.

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