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Concept or Thought Experiment

Wissen

Wissen ist der uralte menschliche Versuch, das, was nur richtig ist, von dem zu trennen, was einer Prüfung, dem Zufall und dem Verlust standhalten kann. Die lange Auseinandersetzung der Philosophie über diese Unterscheidung beginnt mit einer einfachen Frage: Wann wird der Glaube zu etwas mehr?

400 BC – presentEurope
Wissen

Quick Facts

Period
400 BC – present
Region
Europe
Key Figures
Alvin Goldman, Aristotle, Edmund Gettier +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Platons Theaitetos inszeniert das Problem des Wissens.

**420 BC** — Im Dialog Theaetetus prüft und verwirft Sokrates mehrere Kandidatendefinitionen von Wissen, darunter Wahrnehmung und wahre Überzeugung. Die Diskussion macht das Konzept philosophisch selbstbewusst: Wissen wird nicht länger einfach angenommen, sondern als Problem hinterfragt.

Platons Republik verbindet Wissen mit dem Aufstieg von der Meinung.

**400 BC** — Die Republik kontrastiert Meinung mit Wissen durch die geteilte Linie und das Höhlengleichnis. Platon präsentiert Wissen als eine Orientierung auf das, was stabil und verständlich ist, anstatt lediglich sichtbar und veränderlich.

Aristoteles entwickelt das demonstrative Wissen in den Posterior Analytics.

**340 BC** — Aristoteles formalisiert wissenschaftliches Wissen als Demonstration aus ersten Prinzipien und Ursachen. Das Werk wird grundlegend für spätere Darstellungen von Erklärung, Beweis und der Struktur der Untersuchung.

Stoische und skeptische Debatten schärfen das Problem der Gewissheit.

**200 BC** — Hellenistische Philosophen streiten darüber, ob Eindrücke vertrauenswürdig sind und ob Gewissheit für den Menschen möglich ist. Ihre Argumente zwingen die Erkenntnistheorie, sich mit Zustimmung, Urteilsaufhebung und der Verwundbarkeit des Erscheinens auseinanderzusetzen.

Aquin verbindet Wissen, Glauben und Vernunft.

**1265** — In der Summa Theologiae unterscheidet Aquinas verschiedene Arten des Einvernehmens und klärt die Beziehung zwischen beweisbarem Wissen und Glauben. Die scholastische Philosophie verleiht der Erkenntnistheorie einen hochgradig differenzierten Platz innerhalb der Theologie und der natürlichen Vernunft.

Descartes veröffentlicht den Discours de la méthode.

**1637** — Descartes schlägt den methodischen Zweifel vor, um unzuverlässige Überzeugungen zu beseitigen und nach sicheren Grundlagen zu suchen. Das Buch läutet eine neue moderne Besessenheit mit Gewissheit und den Grundlagen des Wissens ein.

Kant veröffentlicht die Kritik der reinen Vernunft

**1781** — Kant denkt Wissen neu, indem er fragt, wie Erfahrung und objektives Urteil überhaupt möglich sind. Das Werk orientiert die Epistemologie neu auf die Bedingungen, die Wissen über die Natur für endliche Geister möglich machen.

Gettier veröffentlicht die Gegenbeispiele

**1963** — Gettiers kurzer Artikel zeigt, dass gerechtfertigter wahrer Glaube möglicherweise nicht Wissen entspricht, weil er auf epistemischem Glück beruht. Das Papier wird zu einer der am meisten diskutierten Herausforderungen in der modernen Erkenntnistheorie.

Goldmans Reliabilismus erweitert die Theorie des Wissens.

**1979** — Alvin Goldman argumentiert, dass Wissen von der Zuverlässigkeit der Glaubensbildungsprozesse abhängt und nicht nur von interner Rechtfertigung. Dies hilft, die Epistemologie in Richtung Externalismus und naturalisierte Forschung umzuleiten.

Die Tugendepistemologie beginnt, die Debatte neu zu gestalten.

**1986** — Philosophen wie Ernest Sosa argumentieren, dass Wissen durch intellektuelle Kompetenz und das dem Wissenden zustehende Lob verstanden werden sollte. Der Wandel stellt die Epistemologie wieder in Verbindung mit Handlung und Leistung.

Soziale Epistemologie und Zeugenschaft werden zentral.

**2000** — Arbeiten von Goldman, Miranda Fricker und anderen stellen Wissen in Netzwerke von Vertrauen, Expertise und institutioneller Macht. Das Thema erweitert sich von individueller Rechtfertigung zu den sozialen Bedingungen des Wissens.

Die digitale Öffentlichkeit intensiviert das Problem des epistemischen Vertrauens.

**2010** — Die Verbreitung algorithmisch kuratierter Informationen macht die Unterscheidung zwischen Wissen und bloß überzeugendem Inhalt neu dringlich. Philosophische Fragen zu Wahrheit, Zuverlässigkeit und Autorität werden zu alltäglichen bürgerlichen Problemen.

Sources

  • primary_text
    Plato, Theaetetus

    Standard philosophical source for the classical problem of knowledge.

  • primary_text
    Plato, Republic

    Includes the epistemic contrast between opinion and knowledge.

  • primary_text
    Aristotle, Posterior Analytics

    Background on Aristotle's theory of demonstration and scientific knowledge.

  • reference_work
    Epistemology

    Stanford Encyclopedia overview of the field and its central problems.

  • reference_work
    Knowledge

    Internet Encyclopedia of Philosophy overview of theories of knowledge.

  • primary_text
    Edmund Gettier, 'Is Justified True Belief Knowledge?'

    The classic 1963 counterexample paper.

  • scholarly_book
    Alvin I. Goldman, Epistemology and Cognition

    Key work in reliabilist epistemology.

  • scholarly_book
    Alvin I. Goldman, Knowledge in a Social World

    Major work on testimony and social epistemology.

  • scholarly_book
    Ernest Sosa, Knowledge in Perspective

    Foundational text in virtue epistemology.

  • scholarly_book
    Duncan Pritchard, What Is This Thing Called Knowledge?

    Accessible contemporary introduction to the problem of knowledge.

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