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Concept or Thought Experiment

Schleier des Nichtwissens

Eine gerechte Ordnung, so schlägt Rawls vor, beginnt mit einem Wagnis radikaler Selbstvergessenheit: Gestalte die Regeln so, als würdest du in ihnen als jemand ganz anderes erwachen.

1971 – 1971Americas
Schleier des Nichtwissens

Quick Facts

Period
1971 – 1971
Region
Americas
Key Figures
Amartya Sen, David Hume, Immanuel Kant +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

John Rawls wird in Baltimore geboren.

**1921-02-21** — Rawls’ frühes Leben würde später fast absichtlich unheldenhaft erscheinen, was zu einem Denker passte, der sich für Institutionen und nicht für Charisma interessierte. Seine reife Philosophie würde von der Frage geprägt sein, wie gewöhnliche Bürger ein soziales Ordnung einander gegenüber rechtfertigen könnten.

Rawls vollendet seine Harvard-Doktorarbeit

**1949** — Rawls’ Dissertation begann den langen Weg zur Theorie der Gerechtigkeit, obwohl der berühmte Schleier des Nichtwissens später kommen würde. Die Ausbildung war wichtig, da sie ihn in die analytische Philosophie einordnete, ihn jedoch mit ihrem dünnen moralischen Vokabular unzufrieden ließ.

Rawls veröffentlicht 'Gerechtigkeit als Fairness'

**1958** — Dieser Aufsatz präsentiert eine frühe Form der Auffassung, dass Gerechtigkeit als Fairness und nicht als Nutzen verstanden werden sollte. Das Papier ist einer der klarsten Schritte in Richtung der ursprünglichen Position und des Schleiers des Nichtwissens.

Rawls verbreitet das Harvard-Manuskript von A Theory of Justice.

**1967** — Bis Ende der 1960er Jahre hatte Rawls eine ausgereifte Darstellung der ursprünglichen Position, und das Manuskript begann sein wissenschaftliches Leben in Diskussion und Kritik. Die Idee, Prinzipien hinter einem Schleier des Nichtwissens zu wählen, war nun fest als zentrales Element des Werkes verankert.

Eine Theorie der Gerechtigkeit wird veröffentlicht.

**1971** — Das Buch verleiht dem Schleier des Unwissens seine kanonische Form und transformiert sofort die politische Philosophie. Rawls’ Formulierung der ursprünglichen Position wird zu einem der einflussreichsten Gedankenexperimente in der modernen Ethik und Politik.

Robert Nozick veröffentlicht Anarchie, Staat und Utopie.

**1974** — Nozicks libertäre Kritik zwingt Rawls' Theorie in eine anhaltende öffentliche Debatte. Die Herausforderung durch die Anspruchstheorie hilft, die dauerhafte Trennlinie zwischen gemusterter Gerechtigkeit und historischer Gerechtigkeit zu definieren.

Rawls veröffentlicht Politischer Liberalismus

**1993** — Rawls überarbeitet den breiteren Rahmen seiner Theorie, um den Pluralismus und das Stabilitätsproblem zu adressieren. Die ursprüngliche Position bleibt wichtig, steht jedoch nun innerhalb eines expliziteren Berichts über die öffentliche Vernunft.

Rawls veröffentlicht *Gerechtigkeit als Fairness: Eine Neufassung*

**2001** — Diese prägnante Neufassung klärt die mit dem Schleier des Nichtwissens und dem Differenzprinzip verbundenen Prinzipien. Sie trug dazu bei, die Lehrfunktion der Theorie und ihren langfristigen philosophischen Einfluss zu sichern.

Rawls stirbt

**2002-11-24** — Rawls’ Tod markierte das Ende einer philosophischen Karriere, die bereits die politische Theorie weltweit umgestaltet hatte. Sein zentrales Instrument blieb jedoch in den Debatten über Gerechtigkeit, Ungleichheit und Legitimität weiterhin voll aktiv.

Amartya Sen veröffentlicht *Die Idee der Gerechtigkeit*

**2009** — Sen erneuert das Gespräch, indem er die ideale Theorie kritisiert und gleichzeitig Rawls’ Anliegen für Gerechtigkeit bewahrt. Der Schleier des Nichtwissens übersteht diese Kritik als Maßstab, selbst wenn Philosophen darüber hinausgehen.

Globale Debatten über Ungleichheit beleben die rawlsianische Sprache

**2013** — Die Diskussion über Ungleichheit, Gesundheitsversorgung und Chancen verwendet zunehmend rawlsianische Begriffe in der öffentlichen Politik und der akademischen Arbeit. Der Schleier des Nichtwissens wird zu einer standardmäßigen Methode, um zu prüfen, ob Institutionen aus jeder sozialen Position akzeptabel wären.

Die öffentliche Debatte über Gerechtigkeit in algorithmischen Systemen erweitert die Relevanz von Rawls.

**2016** — Fragen zu Diskriminierung, Daten und intransparenter Entscheidungsfindung machen den Schleier des Nichtwissens als heuristische Methode neu nützlich. Das Gedankenexperiment wird zunehmend auf Technologie angewendet, nicht nur auf klassische Verteilungsgerechtigkeit.

Sources

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