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Concept or Thought Experiment

Sein

Sein ist die älteste Frage, die die Philosophie je gestellt hat, und die schwierigste, die sie immer noch nicht ganz loslassen kann: Wenn Nichts immer vorstellbar ist, warum existiert überhaupt etwas?

400 BC – presentEurope
Sein

Quick Facts

Period
400 BC – present
Region
Europe
Key Figures
Aristotle, Jacques Derrida, Jean-Paul Sartre +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Parmenides verfasst das später als Über die Natur bezeichnete Gedicht.

**500 BC** — In den erhaltenen Fragmenten des Gedichts unterscheidet Parmenides den Weg der Wahrheit vom Weg der Meinung und erhebt den Anspruch, dass das, was ist, nicht aus dem, was nicht ist, hervorgehen kann. Das Werk zwingt die griechische Philosophie, sich mit dem Problem des Nichtseins als einer Bedrohung für das Denken selbst auseinanderzusetzen.

Platon schreibt den Sophisten

**380 BC** — Platons Dialog konfrontiert die Schwierigkeit, über Falschheit, Differenz und Nichtsein zu sprechen, ohne die Logik in Widerspruch zu führen. Der Text wird zu einer bleibenden Ressource für spätere Überlegungen darüber, was es bedeutet, dass etwas ist und nicht ist.

Aristoteles entwickelt die Lehre, dass das Sein auf viele Arten gesagt wird.

**340 BC** — In der Metaphysik weist Aristoteles die Idee zurück, dass das Sein eine einzige Gattung ist, und analysiert stattdessen Substanz, Aktualität, Potenzialität und Kausalität. Dies wird zu einem der haltbarsten klassischen Rahmenwerke für das Denken über das Existieren.

Thomas von Aquin synthetisiert Sein und Schöpfung

**1270** — In der mittelalterlichen scholastischen Philosophie wird das Sein zunehmend durch die Linse der Kontingenz und der göttlichen Schöpfung verstanden. Die Behandlung des Esse bei Thomas von Aquin vertieft die Verbindung zwischen Existenz und Abhängigkeit und verleiht dem Problem, warum es etwas gibt und nicht nichts, eine theologischen Gestalt.

Kant veröffentlicht die Kritik der reinen Vernunft

**1781** — Kant argumentiert, dass Existenz kein reales Prädikat ist und schränkt die Fähigkeit der spekulativen Vernunft ein, metaphysische Fragen über das Absolute zu beantworten. Seine Kritik gestaltet das Terrain neu, auf dem die spätere Ontologie operieren muss.

Martin Heidegger wird geboren.

**1889** — Heideggers spätere Arbeiten werden die Frage nach dem Sein transformieren, indem sie sie an die Temporalität, die Weltlichkeit und das menschliche Dasein binden. Seine philosophische Entwicklung beginnt in einem Deutschland, in dem Phänomenologie, Theologie und Neukantianismus alle eine Rolle spielen.

Sein und Zeit erscheint

**1927** — Heideggers frühes Hauptwerk führt Dasein, das In-der-Welt-Sein, Sorge und den ontologischen Unterschied ein. Es wird zu einem der folgenreichsten philosophischen Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts.

Was ist Metaphysik? wird geliefert

**1929** — Heideggers Vortrag radikalisiert die Beziehung zwischen Sein und Nichts, indem er behauptet, dass das Nichts in der Angst offenbart wird. Der Text intensiviert sowohl die Originalität als auch die Kontroversen seines ontologischen Projekts.

Heidegger wird Rektor der Universität Freiburg.

**1933** — Seine öffentliche Assoziation mit dem Nationalsozialismus wird zu einer der umstrittensten Episoden in der modernen Philosophie. Spätere Leser haben Schwierigkeiten, zu bestimmen, inwieweit die politische Wende mit seiner Ontologie und seinem historischen Denken verbunden ist.

Die Frage nach der Technik wird entwickelt

**1949** — Heideggers Kritik der Technologie stellt das moderne Leben als eine Art der Offenbarung dar, in der Wesen als Bestand bereitgehalten werden. Der Aufsatz erweitert die Ontologie zu einer Diagnose der modernen Zivilisation.

Sartre veröffentlicht Sein und Nichts

**1943** — Sartre passt Heideggers Vokabular an und contestiert es, indem er Negation, Freiheit und Selbsttäuschung in den Mittelpunkt der existenziellen Analyse rückt. Das Buch trägt dazu bei, das philosophische Drama des Seins und Nichts über Fachkreise hinaus zu popularisieren.

Derridas frühe heideggerianische Auseinandersetzungen vertiefen die Kritik der Präsenz.

**1970** — In seinem Werk erweitert Derrida Heideggers Herausforderung an die Metaphysik, indem er zeigt, wie Präsenz von Differenz, Spur und Verschiebung abhängt. Dies wird zu einer der einflussreichsten Neuinterpretationen des Seins in der Theorie des späten zwanzigsten Jahrhunderts.

Sources

  • primary_text
    Martin Heidegger, Being and Time, trans. John Macquarrie and Edward Robinson

    Standard English translation of Heidegger's fundamental work.

  • primary_text
    Martin Heidegger, 'What Is Metaphysics?' in Pathmarks, trans. William McNeill

    Key text for Heidegger's relation between being and nothingness.

  • primary_text
    Martin Heidegger, 'The Question Concerning Technology' in Basic Writings, ed. David Farrell Krell

    Important later essay on technology and revealing.

  • primary_text
    Parmenides, Fragments, in Early Greek Philosophy, trans. A. A. Long and D. N. Sedley

    Reliable source for the Eleatic challenge to being and nonbeing.

  • primary_text
    Plato, Sophist, trans. Nicholas P. White

    Central dialogue on nonbeing, falsehood, and being.

  • primary_text
    Aristotle, Metaphysics, trans. W. D. Ross

    Classical account of being said in many ways.

  • reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'Martin Heidegger'

    Comprehensive scholarly overview of Heidegger's philosophy.

  • reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'Heidegger's Being and Time'

    Focused treatment of Heidegger's early masterpiece.

  • reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: 'Martin Heidegger'

    Accessible scholarly reference on Heidegger's major themes.

  • secondary_text
    Richard Polt, Heidegger: An Introduction

    Clear scholarly introduction to Heidegger's ontology and its reception.

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