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Concept or Thought Experiment

Gettier-Problem

Im Jahr 1963 zeigte Edmund Gettier, dass eine Person einen gerechtfertigten und wahren Glauben haben kann und dennoch nicht wissen kann — und indem er dies tat, verwandelte er eine ordentliche Definition von Wissen in eine der beständigsten Krisen der Erkenntnistheorie.

1963 – 1963Americas
Gettier-Problem

Quick Facts

Period
1963 – 1963
Region
Americas
Key Figures
Alvin Goldman, Bertrand Russell, Edmund L. Gettier +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Gettier veröffentlicht die Herausforderung

**1963** — Edmund Gettiers kurzer Aufsatz "Ist gerechtfertigter wahrer Glaube Wissen?" erscheint in der Analyse und präsentiert die beiden kanonischen Gegenbeispiele, die die Erkenntnistheorie transformieren. Der Aufsatz zeigt, dass gerechtfertigter wahrer Glaube Wissen nicht erreichen kann, weil die Wahrheit durch Glück und nicht durch epistemisch angemessene Verknüpfung erlangt werden kann.

J. L. Austins Vorlesungen über Sinn und Wissen zirkulieren

**1956** — Austins posthum einflussreiche Diskussionen über die Alltagssprache und das Wissen helfen, den philosophischen Hintergrund zu definieren, gegen den Analysen des Wissens getestet wurden. Sein Schwerpunkt auf der tatsächlichen Verwendung epistemischer Begriffe schärfte das Umfeld, in dem eine Definition später in Frage gestellt werden konnte.

Die Formel des gerechtfertigten wahren Glaubens ist destabilisiert.

**1963** — Philosophen erkennen schnell, dass Gettiers Fälle die weit verbreitete Annahme untergraben, dass Wissen als gerechtfertigter wahrer Glaube analysiert werden kann. Die Herausforderung wird zu einem zentralen Bezugspunkt in der analytischen Epistemologie und zu einem Test für alle späteren Theorien.

Kausale Erklärungen beginnen sich herauszubilden.

**1967** — Alvin Goldman und andere vertreten kausale Ansätze zum Wissen, die versuchen, Gettier-artiges Glück zu blockieren, indem sie eine angemessene Verbindung zwischen Fakt und Glauben verlangen. Diese Vorschläge verlagern die Debatte von der internen Rechtfertigung auf die Beziehung zwischen einem Wissenden und der Welt.

Reliabilismus wird zu einer wichtigen Antwort.

**1975** — Goldmans reliabilistisches Programm entwickelt sich zu einer der einflussreichsten post-Gettier-Theorien, die zuverlässige Glaubensbildungsprozesse als zentral für Wissen betrachtet. Der Fokus verschiebt sich von isolierten wahren Überzeugungen hin zu stabilen kognitiven Methoden.

Nozicks Sensitivitätstheorie bietet eine modale Reparatur.

**1981** — In Philosophical Explanations schlägt Robert Nozick vor, dass Wissen Sensibilität für die Wahrheit in nahegelegenen Möglichkeiten erfordert. Diese Darstellung soll teilweise erklären, warum Gettier-Fälle scheitern, und sie intensiviert den Einsatz von Möglichkeitswelten-Überlegungen in der Erkenntnistheorie.

Die Tugendepistemologie nimmt Gestalt an

**1986** — Philosophen wie Ernest Sosa und später Linda Zagzebski vertreten eine Auffassung von Wissen als wahrer Überzeugung, die aus intellektueller Kompetenz hervorgeht. Dieser Ansatz stellt das Gettier-Problem als eine Frage nach epistemischem Kredit und kognitiver Leistung dar.

Falsche Scheunenfälle schärfen das Umweltglück

**1994** — Beispiele, die falsche Scheunen und täuschende Umgebungen betreffen, werden in der Literatur weitreichend diskutiert. Sie zeigen, dass selbst scheinbar gute Wahrnehmung hinter Wissen zurückbleiben kann, wenn die Umgebung mit nahegelegenen Fehlern durchsetzt ist.

Experimentelle Philosophie hinterfragt die Stabilität von Intuitionen.

**2001** — Experimentelle Philosophen beginnen zu testen, ob gewöhnliche Sprecher die gleichen Intuitionen zu Gettier-Fällen teilen, die die traditionelle Epistemologie annimmt. Ihre Arbeit beseitigt das Problem nicht, sondern kompliziert den evidenziellen Status der Intuitionen, die es umgeben.

Gettier-artiges Glück tritt in Debatten über KI und Statistik ein

**2013** — Diskussionen über algorithmische Genauigkeit, scheinbare Korrelationen und Modellrobustheit spiegeln zunehmend die Gettier-Unterscheidung zwischen korrektem Output und echtem Wissen wider. Das Problem wird in der angewandten Epistemologie und der Technikphilosophie neu relevant.

Wissen und epistemisches Glück bleiben zentral in der zeitgenössischen Erkenntnistheorie.

**2020** — Aktuelle Debatten drehen sich weiterhin um Sicherheit, Tugend, Zuverlässigkeit, Zeugenschaft und die Grenzen der Analyse. Das Gettier-Problem bleibt ein Maßstab, an dem jede Theorie des Wissens getestet werden muss.

Das Problem bleibt als lebendiger Maßstab in der Erkenntnistheorie bestehen.

**2024** — Jüngste Lehre, Forschung und KI-bezogene Untersuchungen nutzen Gettier-Fälle weiterhin als Einstiegspunkt, um zu verstehen, was Wissen ist und warum Glück eine Rolle spielt. Das Problem ist nun weniger ein gelöstes Rätsel als ein permanentes Element des Selbstverständnisses der Erkenntnistheorie.

Sources

  • primary_text
    Gettier, Edmund L. (1963). 'Is Justified True Belief Knowledge?'

    The original paper that introduced the problem.

  • reference_article
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'The Analysis of Knowledge'

    Standard overview of the tradition and the Gettier challenge.

  • reference_article
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: 'Epistemic Luck'

    Excellent discussion of luck-based objections and related theories.

  • reference_article
    Internet Encyclopedia of Philosophy: 'The Analysis of Knowledge'

    Accessible scholarly overview of justified true belief and Gettier cases.

  • primary_text
    Goldman, Alvin I. (1967). 'A Causal Theory of Knowing.'

    Classic early response to Gettier-style counterexamples.

  • primary_text
    Goldman, Alvin I. (1976). 'Discrimination and Perceptual Knowledge.'

    Influential development of externalist responses to epistemic luck.

  • primary_text
    Nozick, Robert (1981). Philosophical Explanations.

    Contains the sensitivity theory of knowledge.

  • scholarly_book
    Zagzebski, Linda (1996). Virtues of the Mind.

    Major virtue-epistemological response to the Gettier problem.

  • scholarly_book
    Pritchard, Duncan (2005). Epistemic Luck.

    Important monograph on luck, knowledge, and anti-luck conditions.

  • scholarly_book
    Moser, Paul K. (ed.) (2002). The Oxford Handbook of Epistemology.

    Broad scholarly context for post-Gettier epistemology.

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