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Libertärer freier Wille

Wenn jede Wahl das letzte Glied in einer Kausalkette ist, dann erscheint Verantwortung wie eine höfliche Fiktion; der libertäre freie Wille besteht darauf, dass echtes Wählen einen Ursprung erfordert, der nicht vollständig von dem abhängt, was zuvor kam.

1700 – presentEurope
Libertärer freier Wille

Quick Facts

Period
1700 – present
Region
Europe
Key Figures
David Hume, P. F. Strawson, Robert Kane +3 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Hobbes veröffentlicht Leviathan

**1651** — Hobbes gibt eine der frühesten modernen Formulierungen eines kompatibilistischen Verständnisses von Freiheit. Indem er Freiheit als Abwesenheit äußerer Hindernisse definiert, zwingt er spätere Philosophen dazu, zwischen freiwilligem Handeln und der letztendlichen Quelle zu unterscheiden.

Spinozas Ethik erscheint posthum.

**1677** — Spinozas deterministische Metaphysik verstärkt die Sorge, dass Menschen keine echten Urheber von Handlungen sind. Seine Auffassung des Selbst als Teil der notwendigen Ordnung der Natur wird zu einem wesentlichen Kontrapunkt für spätere libertäre Ansichten.

Hume veröffentlicht eine Untersuchung über den menschlichen Verstand

**1748** — Humes Darstellung von Notwendigkeit und Freiheit kristallisiert die kompatibilistische Antwort auf das Problem des freien Willens. Indem er Freiheit als Handeln gemäß dem eigenen Willen und nicht als Handeln ohne Ursachen versteht, schafft er einen beständigen Rivalen zum Libertarismus.

Kants Kritik der praktischen Vernunft vertieft das Problem.

**1788** — Kant argumentiert, dass die praktische Vernunft Freiheit voraussetzt, auch wenn die theoretische Vernunft sie nicht beweisen kann. Seine Auffassung befürwortet nicht einfach den Libertarismus, sondern erhält den Gedanken lebendig, dass moralische Handlungsfähigkeit mehr erfordert als natürliche Kausalität.

Strawson veröffentlicht "Freiheit und Ressentiment"

**1962** — Strawson verlagert die Debatte von metaphysischer Spekulation zu den reaktiven Einstellungen, die menschliche Beziehungen strukturieren. Sein Essay wird zu einer wegweisenden Kritik der Idee, dass moralische Verantwortung davon abhängt, indeterministische Freiheit zu beweisen.

Chisholm artikuliert die Handlungscausation.

**1971** — Chisholms Werk trägt dazu bei, den libertären freien Willen in der analytischen Philosophie wiederzubeleben, indem er argumentiert, dass Personen in einer Weise Ursachen sein können, die nicht auf vorhergehende Ereignisse reduzierbar ist. Dies wird zu einer grundlegenden Formulierung des agent-causal Ansatzes.

Kane entwickelt selbstformende Handlungen

**1983** — Kanés Arbeiten über selbstformende Handlungen beginnen, dem Libertarismus ein psychologisch realistischeres Modell der freien Wahl zu bieten. Die Auffassung verortet den Indeterminismus in Momenten innerer Konflikte anstatt in zufälligen Ausbrüchen, die von Charakter losgelöst sind.

Die Bedeutung des freien Willens wird veröffentlicht.

**1996** — Kanes Buch wird zur einflussreichsten zeitgenössischen Verteidigung des libertären freien Willens. Es bietet der Position eine systematische Darstellung von Verantwortung, Selbstbildung und mühevoller Wahl, die die nachfolgende Debatte prägte.

Die Neurowissenschaften treten in die öffentliche Debatte über den freien Willen ein

**2002** — Die populäre und wissenschaftliche Diskussion über Libet-ähnliche Experimente macht die Frage des freien Willens neu sichtbar, jenseits der Philosophie. Behauptungen, dass Gehirnaktivität der bewussten Entscheidung vorausgeht, intensivieren die Prüfung der libertären Herkunft.

Zeitgenössische metaphysische Verteidigungen erweitern das Feld

**2009** — Arbeiten von Philosophen wie Timothy O'Connor und anderen stützen den agent-causal Libertarismus in der modernen analytischen Metaphysik. Die Debatte wird zunehmend technisch, bleibt jedoch an alltäglichen Fragen von Lob und Tadel gebunden.

Die öffentliche Philosophie des freien Willens erweitert sich

**2011** — Bücher, Vorträge und interdisziplinäre Debatten bringen libertäre und kompatibilistische Positionen in einen Dialog mit Neurowissenschaften, Recht und Theologie. Die Frage, ob echte Wahl einen kausalen Bruch erfordert, bleibt ungelöst, ist jedoch neu öffentlich geworden.

Der Tod von Robert Kane markiert das Ableben eines bedeutenden Verteidigers.

**2020** — Kanés Tod schließt ein wichtiges Kapitel in der modernen Verteidigung des libertären freien Willens. Sein Werk prägt weiterhin die Diskussion, insbesondere darüber, wie Indeterminismus Verantwortung unterstützen und nicht untergraben könnte.

Sources

  • secondary reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: Free Will

    Authoritative overview of the modern debate, including libertarian, compatibilist, and hard-determinist positions.

  • secondary reference
    Stanford Encyclopedia of Philosophy: Libertarianism about Free Will

    Broad discussion of libertarian approaches and the main arguments for incompatibilism.

  • secondary reference
    Internet Encyclopedia of Philosophy: Free Will

    Accessible scholarly survey of the free-will problem and its major positions.

  • primary_text
    Hobbes, Leviathan

    Classic compatibilist treatment of liberty as the absence of external impediments.

  • primary_text
    Hume, An Enquiry Concerning Human Understanding

    Foundational compatibilist account of liberty and necessity.

  • primary_text
    Kant, Critique of Practical Reason

    Important for the idea that morality presupposes freedom, though not a straightforward libertarian text.

  • primary_text
    Strawson, P. F., 'Freedom and Resentment'

    Landmark critique shifting attention toward reactive attitudes and ordinary practices of blame.

  • primary_text
    Chisholm, Roderick, 'Human Freedom and the Self'

    Seminal statement of agent-causal libertarianism.

  • scholarly book
    Kane, Robert, The Significance of Free Will

    The most influential contemporary defense of libertarian free will.

  • scholarly book
    O'Connor, Timothy, Persons and Causes: The Metaphysics of Free Will

    Major modern defense of agent causation and libertarian agency.

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